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BARF (Biologisch Artgerechte Rohfütterung) als Ernährungsform bei Hunden

Zeitschrift: Tierärztliche Praxis Kleintiere
ISSN: 1434-1239
DOI: https://doi.org/10.15654/TPK-150782
Ausgabe: 2015: Heft 6 2015
Seiten: 409-419
Ahead of Print: 2015-11-23

BARF (Biologisch Artgerechte Rohfütterung) als Ernährungsform bei Hunden

P. Kölle (1), M. Schmidt (1)

(1) Medizinische Kleintierklinik der Ludwig-Maximilians-Universität München

Stichworte

Zoonosen, Hundefütterung, Rohfleischfütterung, Bone And Raw Food, diätetisch bedingte Mangelerscheinungen

Zusammenfassung

BARF (Biologisch Artgerechte Rohfütterung) ist in Deutschland ein zunehmender Trend in der Ernährung von Hunden. In diesem Artikel werden allgemeine Informationen zu dieser Fütterungsmethode dargestellt, wie Prinzipien des Barfens, Zusammensetzung einer typischen BARF-Ration und Beweggründe der Besitzer. Risiken bei BARF-Rationen bestehen insbesondere in der potenziellen Übertragung von Parasiten, Bakterien und Viren durch rohes Fleisch auf den Hund, wobei einige davon auch zoonotisches Potenzial aufweisen. Häufig besteht bei BARF-Rationen zudem eine Unter- oder Überversorgung der Hunde mit verschiedenen Nährstoffen. Dies betrifft insbesondere das Mengenelement Kalzium und die Spurenelemente Kupfer, Zink und Jod, die Vitamine A und D sowie ein häufig inadäquates Kalzium-Phosphor-Verhältnis der Ration. Dies kann bei mittel- bis langfristiger Verfütterung zu klinisch manifesten Krankheitssymptomen führen. Daher sollte Hundebesitzern, die ihre Hunde barfen, stets eine Rationsüberprüfung und gegebenenfalls Rationsoptimierung durch einen entsprechend spezialisierten Tierarzt angeraten werden.

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