Tierärztliche Praxis Kleintiere Tierärztliche Praxis Kleintiere tpk de-de http://www.schattauer.de/rss.html Sat, 21 Oct 17 16:10:40 +0200 http://www.schattauer.de/fileadmin/assets/zeitschriften/tieraerztliche_praxis_k/tpk-rss.jpg Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen beim Hund – diagnostische und therapeutische Aspekte http://tpk.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27949 Als chronische Enteropathien werden über mindestens 3 Wochen andauernde gastrointestinale Symptome wie Vomitus, Diarrhö, Borborygmus, Gewichtsverlust oder abdominale Dolenz bezeichnet. Die Diagnose erfordert Labor- und Kotuntersuchungen sowie bildgebende Diagnostik zum Ausschluss infektiöser oder mechanisch-obstruktiver gastrointestinaler sowie extragastrointestinaler Ursachen. Spezifische labordiagnostische Tests wie z. B. die Bestimmung der Cobalamin- und Folsäurekonzentration im Serum geben zudem Hinweise auf das Vorliegen einer distalen bzw. proximalen Dünndarmerkrankung. Die chronische Enteropathie beinhaltet die Futtermittel-responsive (FRE), Antibiotika-responsive (ARE), Immunsuppressiva-responsive bzw. -refraktäre (IRE) und nichtresponsive Enteropathie (NRE), die retrospektiv durch ihr Ansprechen auf empirische Therapieversuche diagnostiziert werden. Eine Sonderstellung nimmt die Proteinverlust-Enteropathie (PLE) ein, die mit einer schlechteren Prognose einhergeht. Sie stellt eine Folge verschiedener Grunderkrankungen dar, wie schwergradige entzündliche oder neoplastische Darmerkrankungen oder primäre intestinale Lymphangiektasien. Zur besseren Vergleichbarkeit des Schweregrades der Erkrankung und zur objektiveren Einschätzung einer Verbesserung der klinischen Symptomatik unter Therapie dienen numerische Bewertungssysteme (CIBDAI, CCECAI), die die Ausprägung verschiedener klinischer sowie labordiagnostischer Parameter bewerten. Die Prognose der chronischen Enteropathie ist abhängig von der zugrundeliegenden Ursache. Tiere mit FRE zeigen meist ein schnelles Ansprechen und eine gute Langzeitkontrolle ihrer Erkrankung. Bei Hunden mit IRE oder PLE besteht hingegen ein variabler Therapieerfolg und es kommt häufig zu Rückfällen.... C. Erdmann (1), R. M. Heilmann (1) 27949 2017-09-21 16:17:55 Die Haut als Zielscheibe – Erythema multiforme bei Hund und Katze http://tpk.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27944 Dieser Übersichtsartikel stellt das komplexe Krankheitsbild Erythema multiforme bei Hund und Katze dar. Es werden Ätiologie, Pathogenese, klinische Symptomatik, Diagnostik und Therapie erläutert. Erythema multiforme ist eine seltene, immunmediierte Hauterkrankung mit einem akut auftretenden spezifischen Reaktionsmuster der Haut und Schleimhaut auf unterschiedliche zugrundeliegende Mechanismen. Als auslösende Faktoren wurden Medikamente, Futtermittelbestandteile und Neoplasien, aber auch virale oder bakterielle Infektionen sowie Impfreaktionen identifiziert. In über 20% der Fälle lässt sich das auslösende Agens jedoch nicht eindeutig feststellen. Der Deutsche Schäferhund sowie der Pembroke Welsh Corgi scheinen prädisponierte Hunderassen zu sein. Häufig werden bei Hunden erythematöse Makulae, geringgradig erhabene und sich peripher ausbreitende Papeln sowie ringförmige bis bogenförmige erythematöse Muster beschrieben. Quaddeln, Plaques, Vesikel und Bullae, die sich zu Ulzerationen entwickeln, treten ebenfalls zeitweise auf. Häufig betroffene Körperregionen beim Hund sind Ventrum, mukokutane Übergänge, Maulhöhle, Pinnae und Pfotenballen. Histopathologische Befunde umfassen meist Einzelzellnekrosen in mehreren Schichten der Epidermis mit lymphozytärer Satellitose und einer zellarmen Grenzzonendermatitis. Eine Elimination der ursächlichen Faktoren und gleichzeitige symptomatische Therapie werden empfohlen. Die Prognose des Erythema multiforme variiert von vorsichtig bis günstig, je nach zugrundeliegender Ursache, Ausprägungsform und Ansprechen auf die Behandlung.... R. Mueller (1), T. M. S. A. Boehm (2), C. J. Klinger (2), L. Udraite (2), R. S. Mueller (2) 27944 2017-09-20 16:40:43 Renale pleomorphe Sarkome bei vier Meerschweinchen (Cavia porcellus) http://tpk.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27943 Gegenstand und Ziel: Tumoren der Nieren kommen nicht nur bei Hunden und Katzen, sondern scheinbar auch bei Meerschweinchen selten vor und können zudem schwierig zu diagnostizieren sein. Ziel dieses Beitrags ist, die klinischen, pathomorphologischen und immunhistochemischen Befunde bei Nierentumoren von Meerschweinchen zu beschreiben. Zudem werden Symptome, diagnostische Möglichkeiten und Therapie renaler Tumoren mit der Situation bei anderen Kleintieren wie Hund und Katze verglichen. Material und Methoden: In einem Zeitraum von 4 Jahren und 4 Monaten wurden retrospektiv die Daten der in der Klinik vorgestellten Meerschweinchen ausgewertet, bei denen eine pathologisch-anatomische und histopathologische Untersuchung erfolgte und eine renale Neoplasie diagnostiziert werden konnte. Ergebnisse: Ein Nierentumor war bei vier Meerschweinchen nachweisbar. Der Anteil renaler Neoplasien bezogen auf die insgesamt sezierten Tierkörper und von Meerschweinchen stammenden Organe betrug 4,7 % und an den insgesamt diagnostizierten Tumoren der Bauch- und Beckenhöhle 30,7 %. Nach den histopathologischen und immunhistochemischen Befunden handelte es sich in allen vier Fällen um renale pleomorphe Sarkome. Bei zwei der vier Meerschweinchen wurde die von anderen Kleintieren wie Hund und Katze bekannte klassische Trias einer tumorösen Erkrankung der Niere (Gewichtsverlust, abdominale Masse und Hämaturie) beobachtet. Allen vier Fällen gemeinsam war eine im Bereich der Nieren palpierbare auffällig große, scheinbar schmerzhafte abdominale Masse. Röntgenologisch ließ sich in drei Fällen der Verdacht auf eine Umfangsvermehrung einer Niere bestätigen, bei zwei Tieren wurde der renale Ursprung der Masse durch Ultraschalluntersuchung ermittelt. Schlussfolgerung und klinische Relevanz: Da es sich um eine Schmerzen verursachende Erkrankung handelt und von Nierentumoren bei Haustieren ein hohes Metastasierungsrisiko ausgeht, sollte unter der Voraussetzung einer nicht vorliegenden Azotämie möglichst zeitnah eine Nephrektomie erfolgen.... J. Hankel (1), M. Hewicker-Trautwein (2), M. Warschau (3), A. M. Thöle (3), M. Fehr (3) 27943 2017-09-20 16:38:15 Ahead of print: Skills-Lab-Training in der Tiermedizin http://tpk.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27942 Gegenstand und Ziel: In dem 5,5-jährigen Studium der Tiermedizin soll den angehenden Tierärzten neben theoretischem Fachwissen eine Vielzahl an praktischen Fertigkeiten vermittelt werden. Bei der großen Anzahl an Studierenden pro Semester ist die Ausbildung am lebenden Patienten unter Berücksichtigung des Tierschutzes und tierethischer Standpunkte nur begrenzt möglich. Das seit 2013 etablierte tiermedizinische Clinical Skills Lab an der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo) bietet allen Studierenden die Möglichkeit, klinisch-praktische Fertigkeiten an Simulatoren und Modellen zu erlernen, zu trainieren und beliebig oft zu wiederholen, bis diese routiniert durchgeführt werden können. Anschließend sollen die Fertigkeiten auf das lebende Tier übertragen und angewendet werden. In der Studie wurde der Erfolg eines Skills-Lab-Trainings am Beispiel der Klinik für Kleintiere der TiHo untersucht. Material und Methoden: Verglichen wurden zwei Gruppen an Studierenden: ohne (Gruppe K) bzw. mit Skills-Lab-Training (Gruppe I). Am Ende des Trainings bzw. der rotierenden Ausbildung in verschiedenen Bereichen der Klinik erfolgte eine objektiv-strukturierte klinische Prüfung der praktischen Fertigkeiten an 15 Stationen. Ein vor und nach der klinischen Rotation durchgeführter Multiple-Choice-Test diente zur Evaluierung des Zuwachses an medizinisch-theoretischem Wissen. Ergebnisse: Studierende der Gruppe I schnitten bei der Prüfung von acht der 15 Fertigkeiten signifikant (p ≤ 0,05) besser ab als Studierende der Gruppe K. Der Multiple-Choice-Test belegte in beiden Gruppen einen signifikanten (p ≤ 0,05) Wissenszuwachs während der klinischen Rotation ohne Unterschied zwischen den Gruppen. Die Studierenden zeigten eine hohe Akzeptanz des Clinical Skills Labs. Schlussfolgerung: Die Vermittlung praktischer Fertigkeiten mittels Einsatz von Simulatoren und Modellen sollte verstetigt und in das Curriculum integriert werden.... S. Engelskirchen (1), J. Ehlers (2), A. T. Kirk (3), A. Tipold, M. Dilly (1) 27942 2017-09-20 16:36:59 Ungewöhnlicher Fall von Struvit-Urolithiasis bei einem Hund http://tpk.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27941 Ein Hund wurde nach operativer Entfernung von Struvitsteinen aus der Harnblase zur Ernährungsberatung überwiesen. Die Besitzerin wünschte die Beibehaltung selbstgekochter Nahrung, die darauf ausgerichtet sein sollte, das Risiko für das Wiederauftreten von Harnsteinen zu vermindern. Die Überprüfung der bisherigen Ration ergab neben einem ausgeprägten Vitamin-A-Mangel unter anderem erhebliche Mängel in der Versorgung mit Protein, Phosphor und Magnesium. Eine Übersättigung des Harns mit Ammonium, Magnesium und Phosphat, den drei Bestandteilen von Struvit, ist als Ursache der Steinbildung daher unwahrscheinlich. Ein Vitamin-A-Mangel kann durch den fehlenden protektiven Effekt auf die Schleimhaut der Harnwege Harnwegsinfektionen und damit eine Struvitsteinbildung begünstigen. Neben häufigen Ursachen für eine Struvitsteinbildung wie Übersättigung des Harns mit steinbildenden Substanzen oder Harnwegsinfektionen müssen, wie im vorliegenden Fall, auch weniger bekannte Auslöser wie Vitamin-A-Mangel für eine Harnsteinbildung in Betracht gezogen werden. Durch diätetische Maßnahmen kann es in solchen Fällen gelingen, das Wiederauftreten von Harnsteinen zu verhindern.... J. K. Mack (1), E. Kienzle (2) 27941 2017-09-20 16:35:30 Fragen zum Artikel: S. Arlt et al.: „Kastration der Hündin – neue und alte Erkenntnisse zu Vor- und... http://tpk.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27822 27822 2017-08-11 16:12:03 Spontaner Pneumothorax bei der Katze: zwei Fallberichte und Literaturübersicht http://tpk.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27784 Der spontane Pneumothorax (SP) ist eine nicht traumatisch bedingte Ansammlung von Luft im Interpleuralspalt. Neben einer Literaturübersicht werden in diesem Artikel zwei Fallberichte von Katzen mit SP präsentiert. Eine Katze wies einen SP aufgrund eines primären Adenokarzinoms der Lunge auf. Die zweite Katze hatte neben einem primären pulmonalen Adenokarzinom felines Asthma. Der erste Patient wurde mit einem Thoraxdrainagesystem versorgt. Bei der zweiten Katze erfolgten eine Thoraxdrainage sowie eine Lobektomie des rechten kranialen und mittleren Lungenlappens. Beide Tiere verstarben unter der Behandlung. In der Literaturübersicht wird auf die Ätiologie eines SP bei Katzen eingegangen und das klinische Bild, das diagnostische Vorgehen, die Therapie sowie die Prognose beschrieben. Insgesamt werden 64 Fälle von Katzen mit SP von neun verschiedenen Artikeln diskutiert. Nach dem Wissen der Autoren existieren bisher keine Beschreibungen des primären spontanen Pneumothorax bei Katzen. Lediglich bei 16% der Fälle mit SP wurde eine chirurgische Versorgung durchgeführt. Die Literaturübersicht zeigte, dass Katzen mit SP je nach zugrundeliegender Lungenerkrankung eine vorsichtige Kurzzeitprognose aufweisen. So konnten 39 von 64 (60%) dieser Patienten entlassen werden.... G. Manchi (1), S. Jarolmasjed (1), M. Brunnberg (1), M. Shahid (1), S. Rehbein (1), S. Stein (1), A. D. Gruber (2), L. Brunnberg (1) 27784 2017-08-01 19:47:51 Comparison of two cold compression therapy protocols after tibial plateau leveling osteotomy in dogs http://tpk.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27759 Objective: To evaluate two different protocols of cold compression therapy (CCT) for pain management and functional recovery in dogs undergoing tibial plateau leveling osteotomy (TPLO). Material and methods: A total of 27 adult dogs (n = 30 stifles; staged bilateral procedures: n = 3) undergoing routine TPLO were randomly allocated to three groups (n = 10/group). Dogs of group I received CCT once before and immediately after surgery. In dogs of group II CCT was performed postoperatively four times at 6-hour intervals. Dogs of the control group did not receive CCT. Circumference of the stifle joint and the following pain-related parameters were measured by a single blinded observer before surgery and 1, 10 and 42 days after surgery: stifle joint range of motion (ROM), subjective degree of lameness, and score of a modified Glasgow Pain Scale (GPS). Results: Both CCT groups showed significantly greater ROM and lower GPS scores 24 hours after surgery compared to the control group. Ten days after surgery there was a significantly lower degree of lameness in both CCT groups compared to the control group. Fourty-two days after surgery a significantly greater ROM was observed in both CCT groups compared to the control group. Group II also showed a significant improvement in the degree of lameness and GPS. There were no significant differences in any of the parameters between the two CCT groups at any time point. Conclusion: CCT applied preoperatively and immediately postoperatively showed similar short- and long-term beneficial results compared to a previously established protocol of applying CCT four times postoperatively. This protocol may be more suitable for practical use. Clinical significance: The reported data can be used to establish the new protocol of CCT in a clinical surrounding and to support postoperative rehabilitation of the canine patient.... N. von Freeden (1), F. Duerr (2), M. Fehr (1), C. Diekmann (1), C. Mandel (1), O. Harms (1) 27759 2017-07-26 17:45:55 Fragen zu den Artikeln "Epidemiologie und Prophylaxe der Leptospirose beim Hund" und "Diagnose der... http://tpk.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27666 27666 2017-06-20 15:01:14 In-vivo-Wirksamkeit eines Ohrmedikaments mit Gelatinepulver als Wirkstoffträger bei der Therapie... http://tpk.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27591 Gegenstand und Ziel: Die Therapie der Otitis externa (OE) erfolgt in der Regel durch tägliche Applikation von Lokaltherapeutika. Längere Applikationsintervalle könnten die Behandlung erleichtern. Die Studie überprüfte anhand klinischer Symptomatik sowie zytologischer und bakteriologischer/mykologischer Befunde die In-vivo-Wirksamkeit eines mit Wirkstoffen angereicherten Gelpräparats mit Marbofloxacin, Dexamethason und Enilconazol im Vergleich zu einem kommerziellen, Marbofloxacin, Dexamethason und Clotrimazol enthaltenden Otologikum. Material und Methoden: Bei 41 Hunden mit OE kam das Gelpräparat (Gruppe A) bzw. ein zugelassenes Otologikum (Gruppe B) zum Einsatz. Ausgewertet wurden 50 Ohren (je 25 pro Gruppe). Das Gelpräparat wurde an Tag 0 und 5 eingebracht und das Kombinationspräparat täglich nach Herstellerangaben appliziert. Klinische und zytologische Kontrollen fanden nach 5 und 10 Tagen statt. Zu Beginn und nach 10 Tagen wurden Tupferproben bakteriologisch sowie mykologisch untersucht. Ergebnisse: Klinisch und zytologisch ließ sich zwischen den Gruppen kein signifikanter Unterschied feststellen. In beiden Gruppen war die Steigerung negativer bakteriologischer Befunde vergleichbar. In Gruppe A wurden nach 10 Tagen signifikant mehr marbofloxacinresistente Isolate identifiziert, obwohl der Wirkstoff Marbofloxacin in vitro über einen Zeitraum von 15 Tagen noch zu über 98% verfügbar war. Schlussfolgerung: Die zweimalige Anwendung des mit definierten Wirkstoffen angefertigten Gels kann klinisch und zytologisch als vergleichbar mit der täglichen Anwendung eines zugelassenen Otologikums angesehen werden. Die Gefahr einer Resistenzentwicklung gegen Fluorchinolone ist bei Anwendung des Gels im Vergleich zu dem zugelassenen Otologikum eher vorhanden. Lokale Nebenwirkungen könnten bei Anwendung des Gels auftreten. Klinische Relevanz: Ein mit Wirkstoffen versehenes Gelatinepräparat kann bei Otitis externa des Hundes eine Alternative zur täglichen Applikation von Lokaltherapeutika sein. Die Entwicklung von Resistenzen ist möglich.... C. Bouassiba (1), R. S. Mueller (2) 27591 2017-06-06 10:29:48 Cystinurie aufgrund einer SLC7A9-Missense-Mutation bei Siammischlingskatzen eines Wurfs in... http://tpk.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27590 Cystinurie wird durch einen Defekt bei der renalen Rückresorption der Aminosäuren Cystin, Ornithin, Lysin und Arginin (COLA) im proximalen Nierentubulus verursacht. Die geringe Löslichkeit von Cystin im leicht sauren Milieu führt zur Bildung von Kristallen und Steinen im Urin. In der letzten Zeit gab es Fortschritte hinsichtlich Diagnostik und Verständnis der Cystinurie bei unseren Haustieren. Bei Katzen sind beide Geschlechter gleichermaßen von der Erkrankung betroffen, unabhängig vom Kastrationsstatus. Trotz der relativen Seltenheit wurden bislang mehr Genmutationen bei Katzen als bei Hunden entdeckt. In dieser Fallstudie wurde ein Wurf Siammischlingskatzen in Deutschland klinisch auf Cystinurie untersucht und auf die bei Katzen bekannten Cystinurie-verursachenden Mutationen getestet. Ein adulter, kastrierter Kater wies Cystinkristalle und eine harnsteininduzierte Harnwegsobstruktion auf, die eine perineale Urethrostomie, Zystotomie und medizinische Behandlung erforderlich machten. Dieser Kater und ein männlich-kastriertes Geschwistertier ohne klinische Anzeichen einer Harnwegserkrankung wurden im Nitroprussidtest positiv auf Cystin getestet, hatten erhöhte COLA-Werte und waren homozygot für die Punktmutation p.Val294Glu im SLC7A9-Gen, das die b0,+AT-Untereinheit für den b0,+-COLA-Transporter in der Niere kodiert. Ein weiteres männliches Geschwistertier zeigte keine Cystinurie und wurde negativ auf die Mutation getestet. Die gleiche SLC7A9-Mutation ließ sich bereits bei jeweils einer Maine-Coon-, Sphinx- und Mittellanghaarkatze in Nordamerika nachweisen, was auf einen gemeinsamen Vorfahren und eine weitere Verbreitung schließen lässt. Das Screening auf diese Mutation stellt eine einfache und zuverlässige Methode zur Untersuchung von Katzen auf Cystinurie dar und ermöglicht eine gezielte Behandlung betroffener Tiere.... S. Hilton (1), K. Mizukami (2), U. Giger (2) 27590 2017-06-06 10:29:37 Diagnose der Leptospirose beim Hund http://tpk.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27545 Bei Hunden mit Verdacht auf Leptospirose ist es wichtig, eine eindeutige Diagnose zu stellen, um gezielt therapieren zu können. Zudem stellen infizierte Hunde ein Zoonoserisiko dar. Der kulturelle Erregernachweis aus Blut, Urin oder Gewebe gilt als diagnostischer Referenzstandard. Allerdings besitzt er eine geringe Sensitivität und Leptospiren benötigen Wochen bis Monate, um zu wachsen. Die Untersuchung auf Antikörper und der Nachweis von Leptospiren-DNA mittels PCR gehören daher zu den wichtigsten Nachweismethoden in der Praxis. Beim Hund wird der Mikroagglutinationstest (MAT) trotz einiger Limitationen (z. B. negative Ergebnisse in frühen Infektionsstadien, positive Resultate infolge impfinduzierter Antikörper) nach wie vor am häufigsten durchgeführt. ELISAs können zwischen IgG- und IgM-Antikörpern differenzieren und so eine akute Infektion von früheren Impfungen oder persistierenden Infektionen abgrenzen. Inzwischen wurden ELISA-Schnelltests sowie In-House-PCR-Tests für die Praxis entwickelt, die einfache und schnelle Untersuchungen vor Ort ermöglichen. Allerdings gibt es bisher erst wenige Daten zur Sensitivität und Spezifität dieser Tests. Eine sichere Diagnose kann nur bei einem positiven PCR-Ergebnis oder einem vierfachen Titeranstieg im MAT gestellt werden.... M. Bergmann, J.-R. Llewellyn, K. Hartmann 27545 2017-05-17 13:06:51 Neue Arzneimittel für Kleintiere 2016 http://tpk.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27544 Im Jahr 2016 kamen für Kleintiere zwei neue Wirkstoffe auf den deutschen Tierarzneimittelmarkt: das Mineralokortikoid Desoxycorticosteron (Zycortal®) und Sarolaner (Simparica®), ein Ektoparasitikum der Isoxazolingruppe. Ein Wirkstoff erhielt eine Tierartenerweiterung. So wurde Fluralaner (Bravecto®), ebenfalls ein Ektoparasitikum der Isoxazolingruppe, auch für Katzen zugelassen. Außerdem kamen ein Präparat mit einer neuen Wirkstoffkombination, ein Wirkstoff in Monozubereitung und zwei Wirkstoffe in einer neuen Darreichungsform für Kleintiere auf den Markt. I. U. Emmerich (1) 27544 2017-05-17 13:04:55 Markraumbolzung bei Metakarpal- und Metatarsalfrakturen des Hundes* http://tpk.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27540 Gegenstand: Ziel dieser Studie war, detaillierte Informationen über die Markraumbolzung von Metakarpal(Mc)- und Metatarsal(Mt)-Frakturen des Hundes anhand einer Fallserie zu präsentieren. Material und Methoden: Die Auswertung umfasste die Befunde von 13 Hunden, deren Rekonvaleszenz mindestens 5 Monate verfolgt und sowohl klinisch als auch röntgenologisch dokumentiert werden konnte. Analysiert wurden die Anzahl der frakturierten bzw. operativ versorgten Mc-/Mt-Strahlen, das Repositionsergebnis sowie die Lage und Dimension der Implantate in Relation zur Knochenlänge. Komplikationen im Heilungsverlauf und das Endergebnis wurden mit der Fraktur und dem Osteosyntheseverfahren korreliert. Ergebnisse: Die Hunde (Durchschnittsalter 2,9 Jahre, Durchschnittsgewicht 9,9 kg) hatten überwiegend geschlossene Brüche von drei oder vier Strahlen. Mit Ausnahme von fünf Frakturen handelte es sich um glatte Querbrüche und alle Frakturen betrafen den Schaft. Der Durchmesser der implantierten Kirschner-Bohrdrähte reichte von 0,8 mm bis 2,0 mm, die Bohrdrahtlänge betrug 39–91% der Knochenlänge. Abgesehen von den offenen Metatarsalfrakturen eines Hundes, bei denen a priori keine Indikation für eine Markraumosteosynthese bestand, konnte das Repositionsergebnis der operativ versorgten Knochen bei unveränderter Implantatlage aufrechterhalten werden. Bei diesem Hund mit falscher Indikationsstellung war die Osteosynthese überdies fehlerhaft ausgeführt worden: Die Bohrdrähte hatten die Kortikalis der proximalen Fragmente perforiert, wodurch die Implantate wanderten, die Frakturen in Fehlstellung konsolidierten und der Patient dauerhaft lahmte. Bei den anderen Hunden heilten die Frakturen ohne funktionelle Einschränkung, obgleich in sieben von 13 Fällen röntgenologisch Synostosen nachweisbar waren. Klinische Relevanz: Mit der Einschränkung einer kleinen Fallzahl erwies sich die Markraumbolzung bei Metakarpal- und Metatarsalfrakturen des Hundes in unserer Studie als effektiv. In zukünftigen Untersuchungen sollte die für die Heilung erforderliche Dauer der postoperativen Verbandsbehandlung geklärt werden.... M. Kornmayer (1), U. Matis (1) 27540 2017-05-16 13:03:02 Comparative aspects of blood coagulation measurements in various wild and captive bird species http://tpk.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27507 Gegenstand und Ziel: Es gibt nur wenige Informationen über den Arteneinfluss sowie den Einfluss von Krankheiten auf die Gerinnung von Vogelblut. Ziel dieser Studie war, Gerinnungsparameter in Blutproben verschiedener Vogelarten unter Verwendung von kommerziell erhältlichen Reagenzien zu bestimmen, um die Speziesvarietät zu erfassen und einen möglichen Einfluss selektierter Erkrankungen auf die Gerinnungszeiten zu untersuchen. Material und Methoden: Die Prothrombinzeit (PT), die aktivierte partielle Thromboplastinzeit (aPTT) sowie die Thrombinzeit (TT) wurden in Zitratplasma gesunder Individuen von acht verschiedenen Wild- und Ziervogelspezies gemessen. Hierzu dienten aktuell kommerziell verfügbare, in der Humanmedizin eingesetzte Reagenzien, die in einer vorhergehenden Studie vorselektiert wurden. Ferner erfolgte eine Messung dieser Gerinnungsparameter in Plasmaproben von Vögeln, die an Aspergillose, Atherosklerose oder einer Neoplasie erkrankt waren oder unter einem akuten Trauma litten. Ergebnisse: Bei der PT und aPTT zeigte sich eine hohe Speziesdiversität. Unabhängig von der Spezies waren die aPTTs extrem lang und überschritten teilweise die Messgrenze. Hinsichtlich der Thrombinzeit ergaben sich geringere Unterschiede zwischen den Spezies. Zwischen den Gerinnungszeiten der an Aspergillose, Atherosklerose oder Neoplasie erkrankten Vögel und den gesunden Tieren konnten keine signifikanten Unterschiede festgestellt werden. Die Plasmaproben traumatisierter Vögel wiesen signifikant kürzere PTs und aPTTs auf als die Proben der gesunden Individuen. Schlussfolgerung und klinische Relevanz: Die Unterschiede zwischen den verschiedenen Spezies müssen bei der Gerinnungsdiagnostik berücksichtigt werden. Die limitierte Verwendbarkeit der aPTT in Vogelproben scheint speziesunabhängig vorzuliegen. Die verkürzten PTs und aPTTs der traumatisierten Vögel reflektieren die Aktivierung der Gerinnung.... V. Guddorf (1), K. Rohn (2), N. Kummerfeld (1), R. Mischke (3) 27507 2017-05-08 13:36:04 Downregulation von LH bei der Hündin nach Anwendung des GnRH-Agonisten Buserelin in Implantatform http://tpk.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27492 Gegenstand und Ziel: Darstellung der Downregulation von LH bei der Hündin nach Anwendung eines Slow-Release-GnRH-Implantats mit dem Wirkstoff Buserelin. Material und Methoden: Zur Ausschaltung negativ rückkoppelnder Wirkungen endogener Sexualhormone wurden neun Hündinnen ovariohysterektomiert. Zur Anwendung kam der Wirkstoff Buserelinacetat in Form des Slow-Release-Implantats Profact Depot®, wobei jeweils drei Hündinnen Implantate mit 3,3 mg, 6,6 mg oder 13,2 mg subkutan appliziert wurden. Die Charakterisierung der Verfügbarkeit von LH erfolgte durch punktuelle sowie durch sequenzielle Blutentnahmen über 6-stündige Zeitfenster. Folgende Parameter wurden erfasst: AUC (Area Under the Curve), Basalkonzentration, Anzahl der Pulse und maximale Pulsamplitude. Ergebnisse: Dosisabhängigkeiten waren nicht feststellbar, was darauf hindeutet, dass die niedrigste Dosis bereits maximal wirksam war. Für die weitere Auswertung wurden die Tiere daher zu einer Gruppe zusammengefasst. Ein zunehmend stärker werdender Effekt der Downregulation zeigte sich von der 2. bis zur 26. Woche nach der Implantation, die Wirkdauer lag bei ca. 34 Wochen. Eine Stunde nach der Implantation kam es zu einem signifikanten Anstieg auf fast das Doppelte des Ausgangswerts. Danach blieb das LH-Niveau über weitere 8 Stunden erhöht. Schlussfolgerung: Wie beim Rüden führt Buserelin auch bei der Hündin zu einer Downregulation der LH-Sekretion, der eine initiale, über mehrere Stunden anhaltende erhöhte LH-Freisetzung vorausgeht. Diese muss im Zusammenhang mit den unerwünschten Wirkungen gesehen werden, die bei der Downregulation der Ovarfunktion der Hündin mittels Slow-Release-GnRH-Analoga auftreten. Klinische Relevanz: Die Unterbindung des initialen Anstiegs der LH-Konzentration ist Voraussetzung für eine erfolgreiche Anwendung von Slow-Release-GnRH-Analoga zur Downregulation der Sexualfunktion der Hündin.... A. Piepenbrink (1), K. Failing (2), A. Riesenbeck (1), P. Schmid (3), B. Hoffmann (1) 27492 2017-05-03 13:46:15 Epidemiologie und Prophylaxe der Leptospirose beim Hund http://tpk.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27491 Die Leptospirose ist eine Zoonose mit steigender Prävalenz bei Hunden und Menschen in Deutschland. Die verschiedenen Leptospiren-Serovare haben unterschiedliche Pathogenität. Auch gesunde infizierte Hunde scheiden Leptospiren über den Urin aus und stellen somit ein Infektionsrisiko für Menschen und andere Tiere dar. Die Impfung ist die wichtigste Maßnahme zum Schutz; sie verhindert nicht nur die Krankheit beim Hund, sondern vermindert auch die Ausscheidung von Leptospiren über den Urin. Für einen möglichst umfassenden Impfschutz sollten tetravalente Impfstoffe verwendet werden, die Serovare der in der Region relevanten Serogruppen enthalten. Die Verbreitung der Erreger kann durch die weite Anwendung dieser Impfstoffe reduziert werden. Eine ausführliche Besitzeraufklärung über das zoonotische Potenzial der Leptospirose und geeignete Hygienemaßnahmen beim Umgang mit infizierten Hunden und Hundeurin sind essenziell. M. Bergmann (1), J.-R. Llewellyn (1), K. Hartmann (1) 27491 2017-05-03 13:45:03 Atypisches Cushing-Syndrom bei einem Hund http://tpk.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27464 Bei einem aus anderen Gründen vorgestellten 12 Jahre alten Labrador-Retriever-Rüden bestand als Nebenbefund eine Hyperadrenokortizismus-Symptomatik (Polyurie/Polydipsie, tonniges Abdomen, Muskelatrophie). Abweichende Laborbefunde und sonographische Veränderungen der Nebennieren, aber negative Befunde in Low-Dose-Dexamethason-Suppressionstests bei niedriger Basalkortisolkonzentration, ein negativer ACTH-Stimulationstest und Ausschluss eines iatrogenen Hyperadrenokortizismus ließen den Verdacht auf einen atypischen Hyperadrenokortizismus (AHAC) aufkommen. Die Ergebnisse weiterführender Untersuchungen, insbesondere die Stimulation der Progesteronbildung durch ACTH (0-h-Wert: 0,21 ng/ml; 1-h-Wert: 4,9 ng/ml), und das Ansprechen auf die Trilostan-Therapie sprachen ebenfalls für diese Diagnose. Es muss jedoch kritisch hinterfragt werden, ob und inwiefern zusätzlich vorliegende Erkrankungen (Arthrosen, Umfangsvermehrung in einem Hoden) hinsichtlich Symptomatik und Laborbefunden eine Rolle gespielt haben. Dieser Fall verdeutlicht die Schwierigkeiten bei der Diagnostik eines AHAC.... S. Hoffrogge (1), L. Fels (1), M. Schmicke (2), R. Mischke (1) 27464 2017-04-27 14:01:47 Fragen zum Artikel: B. D. Ballhausen et al.: „Diagnostische Aufarbeitung und Management der... http://tpk.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27449 27449 2017-04-19 10:43:58 25. Jahrestagung der FG “Innere Medizin und klinische Labordiagnostik” der DVG (InnLab), 03./04.... http://tpk.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27448 27448 2017-04-19 10:42:53 Alimentäre Thyreotoxikose bei zwei Hunden http://tpk.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27380 Zwei Hunde mit erhöhter Thyroxinkonzentration, von denen einer deutliche klinische Symptome einer Hyperthyreose aufwies, wurden zur diagnostischen Abklärung überwiesen. Mittels gezielter anamnestischer Aufarbeitung, klinischer Untersuchung, weiterführender Labordiagnostik und Szintigraphie konnte eine alimentäre Thyreotoxikose diagnostiziert werden. Ursächlich war in einem Fall die Fütterung von mit Schilddrüsengewebe kontaminiertem rohem Futter (BARF), im anderen Fall ein konventionelles Hundefutter. Nach Futterumstellung verschwanden bei dem betroffenen Hund die klinischen Symptome. Eine Kontrolluntersuchung ergab bei beiden Hunden eine Thyroxinkonzentration im Referenzbereich. K. Kempker (1), A. Güssow (1), A. M. Cook (1), M. Rick (2), R. Neiger (1) 27380 2017-04-03 13:10:32 Diagnostische Aufarbeitung und Management der Hyperkalzämie des Hundes am Beispiel des primären... http://tpk.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27369 Eine Hyperkalzämie kann Folge diverser Erkrankungen sein. Der Artikel erläutert die Ursachen, die pathophysiologischen Zusammenhänge sowie die diagnostische Abklärung und gibt Empfehlungen für die Behandlung. Im Vordergund steht dabei die Hyperkalzämie im Rahmen eines primären Hyperparathyreoidismus (PH), ergänzt durch ein entsprechendes Fallbeispiel. Eine erhöhte Gesamtkalzium-Konzentration sollte grundsätzlich abgeklärt und durch Messung der Konzentration von ionisiertem Kalzium verifiziert werden. Die weitere diagnostische Aufarbeitung richtet sich nach der Höhe der Phosphatkonzentration. Gegebenenfalls sind ein Tumorscreening, die Messung von Parathormon und Parathormon-ähnlichem Protein sowie eine sonographische Untersuchung der Nebenschilddrüsen erforderlich. Überschreitet das Kalzium-Phosphat-Produkt (Werte in mg/dl) den Wert 60, besteht die Gefahr der Mineralisation von Geweben und eine schnelle Behandlung ist wichtig. Zur Akutbehandlung können Infusionen physiologischer Kochsalzlösung, Furosemid und Glukokortikoide eingesetzt werden. Glukokortikoide sollten jedoch nur nach strenger Indikation und bereits gestellter Diagnose verwendet werden. Beim Langzeitmanagement kommen zunehmend Bisphosphonate, insbesondere Alendronat, erfolgreich zur Anwendung. Die kausale Therapie des PH erfolgt mittels Parathyreoidektomie, Hitzeablation oder Ethanolablation. Im Anschluss kann, insbesondere bei ausgeprägter präoperativer Hyperkalzämie, eine Hypokalzämie auftreten. Zur Behandlung wird Vitamin D3 (Calcitriol) verabreicht (bei starker Hyperkalzämie gegebenenfalls bereits präoperativ zur Prophylaxe). Eine begleitende orale Kalziumsupplementation mit Kalziumkarbonat als Mittel der Wahl wird kontrovers diskutiert. Aufgrund der Rezidivgefahr nach erfolgreicher Entfernung der bei einem PH betroffenen Nebenschilddrüse sollte der Serumkalziumspiegel periodisch kontrolliert werden.... B. D. Ballhausen (1), A. Wehner (1), M. Zöllner (2), K. Hartmann (1), S. Unterer (1) 27369 2017-03-29 10:06:42 Infektionen mit Leptospiren bei der Katze http://tpk.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27339 Leptospiren sind weltweit verbreitet und konnten bisher bei über 150 Säugetierarten nachgewiesen werden. Subklinisch infizierte Nagetiere und Nutztiere stellen ein Reservoir für den Erreger dar und verbreiten diesen in der Umwelt. Katzen erkranken selten an Leptospirose. Dennoch können sie sich, insbesondere durch die Jagd von infizierten Nagern, mit dem Erreger infizieren und diesen über den Urin ausscheiden. Somit könnte die Katze eine bedeutende Rolle in der Epidemiologie der Leptospiren einnehmen. S. Weis (1), K. Hartmann (1) 27339 2017-03-22 10:32:36 Sonographische Darstellung der physiologischen Ovarien bei der Katze http://tpk.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27323 Die sonographische Darstellung des Ovars stellt einen zentralen Bestandteil der gynäkologischen Untersuchung dar. Während sie bei vielen Haustierarten etabliert ist, wird sie bei der Katze bisher seltener durchgeführt. Dieser Artikel beschreibt die technischen Voraussetzungen, den Untersuchungsgang sowie die Darstellung des physiologischen Ovars bei der Katze. Die Untersuchung kann sowohl in Seitenlage als auch in Rückenlage durchgeführt werden. In der Regel befinden sich die Eierstöcke kaudal der Nieren, die als Leitstruktur dienen. Im Anöstrus haben die Ovarien eine durchschnittliche Größe von 0,9 cm (Länge) x 0,5 cm (Höhe) x 0,4 cm (Breite). In der Follikelphase sowie der Gelbkörperphase erleichtern die Funktionskörper das Auffinden der Eierstöcke, während ihre Darstellung im Interöstrus und Anöstrus deutlich erschwert ist. T. Conze (1), A. Wehrend (1) 27323 2017-03-14 10:20:24 Nasopharyngeale Zyste des respiratorischen Epithels bei einem 9 Jahre alten Yorkshire Terrier http://tpk.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27246 Bei einem 9 Jahre alten Yorkshire Terrier wurde eine echte Zyste des respiratorischen Epithels im Nasopharynx diagnostiziert. Die zur Dyspnoe führende, vollständige Verlegung des Nasopharynx wurde mittels Computertomographie und Endoskopie nachgewiesen. Es erfolgte eine minimalinvasive Ablation der Zystenwand unter endoskopischer Kontrolle mit anschließender histopathologischer Untersuchung. Unmittelbar nach der Zystenresektion war die klinische Symptomatik nicht mehr vorhanden. Der Therapieerfolg wurde 3 Monate postoperativ durch unauffällige endoskopische Befunde bestätigt. Im vorliegenden Fall stellte die minimalinvasive, endoskopisch durchgeführte Ablation der Zystenwand ein erfolgreiches Therapieverfahren dar. A. Acker (1), C. Thiel (1), K. Köhler (2), K. von Pückler (1), A. Moritz (3), M. Kramer (1) 27246 2017-02-23 09:54:11