Tierärztliche Praxis Kleintiere Tierärztliche Praxis Kleintiere tpk de-de http://www.schattauer.de/rss.html Fri, 21 Jul 17 10:36:43 +0200 http://www.schattauer.de/fileadmin/assets/zeitschriften/tieraerztliche_praxis_k/tpk-rss.jpg Fragen zu den Artikeln "Epidemiologie und Prophylaxe der Leptospirose beim Hund" und "Diagnose der... http://tpk.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27666 27666 2017-06-20 15:01:14 In-vivo-Wirksamkeit eines Ohrmedikaments mit Gelatinepulver als Wirkstoffträger bei der Therapie... http://tpk.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27591 Gegenstand und Ziel: Die Therapie der Otitis externa (OE) erfolgt in der Regel durch tägliche Applikation von Lokaltherapeutika. Längere Applikationsintervalle könnten die Behandlung erleichtern. Die Studie überprüfte anhand klinischer Symptomatik sowie zytologischer und bakteriologischer/mykologischer Befunde die In-vivo-Wirksamkeit eines mit Wirkstoffen angereicherten Gelpräparats mit Marbofloxacin, Dexamethason und Enilconazol im Vergleich zu einem kommerziellen, Marbofloxacin, Dexamethason und Clotrimazol enthaltenden Otologikum. Material und Methoden: Bei 41 Hunden mit OE kam das Gelpräparat (Gruppe A) bzw. ein zugelassenes Otologikum (Gruppe B) zum Einsatz. Ausgewertet wurden 50 Ohren (je 25 pro Gruppe). Das Gelpräparat wurde an Tag 0 und 5 eingebracht und das Kombinationspräparat täglich nach Herstellerangaben appliziert. Klinische und zytologische Kontrollen fanden nach 5 und 10 Tagen statt. Zu Beginn und nach 10 Tagen wurden Tupferproben bakteriologisch sowie mykologisch untersucht. Ergebnisse: Klinisch und zytologisch ließ sich zwischen den Gruppen kein signifikanter Unterschied feststellen. In beiden Gruppen war die Steigerung negativer bakteriologischer Befunde vergleichbar. In Gruppe A wurden nach 10 Tagen signifikant mehr marbofloxacinresistente Isolate identifiziert, obwohl der Wirkstoff Marbofloxacin in vitro über einen Zeitraum von 15 Tagen noch zu über 98% verfügbar war. Schlussfolgerung: Die zweimalige Anwendung des mit definierten Wirkstoffen angefertigten Gels kann klinisch und zytologisch als vergleichbar mit der täglichen Anwendung eines zugelassenen Otologikums angesehen werden. Die Gefahr einer Resistenzentwicklung gegen Fluorchinolone ist bei Anwendung des Gels im Vergleich zu dem zugelassenen Otologikum eher vorhanden. Lokale Nebenwirkungen könnten bei Anwendung des Gels auftreten. Klinische Relevanz: Ein mit Wirkstoffen versehenes Gelatinepräparat kann bei Otitis externa des Hundes eine Alternative zur täglichen Applikation von Lokaltherapeutika sein. Die Entwicklung von Resistenzen ist möglich.... C. Bouassiba (1), R. S. Mueller (2) 27591 2017-06-06 10:29:48 Ahead of print: Cystinurie aufgrund einer SLC7A9-Missense-Mutation bei Siammischlingskatzen eines... http://tpk.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27590 Cystinurie wird durch einen Defekt bei der renalen Rückresorption der Aminosäuren Cystin, Ornithin, Lysin und Arginin (COLA) im proximalen Nierentubulus verursacht. Die geringe Löslichkeit von Cystin im leicht sauren Milieu führt zur Bildung von Kristallen und Steinen im Urin. In der letzten Zeit gab es Fortschritte hinsichtlich Diagnostik und Verständnis der Cystinurie bei unseren Haustieren. Bei Katzen sind beide Geschlechter gleichermaßen von der Erkrankung betroffen, unabhängig vom Kastrationsstatus. Trotz der relativen Seltenheit wurden bislang mehr Genmutationen bei Katzen als bei Hunden entdeckt. In dieser Fallstudie wurde ein Wurf Siammischlingskatzen in Deutschland klinisch auf Cystinurie untersucht und auf die bei Katzen bekannten Cystinurie-verursachenden Mutationen getestet. Ein adulter, kastrierter Kater wies Cystinkristalle und eine harnsteininduzierte Harnwegsobstruktion auf, die eine perineale Urethrostomie, Zystotomie und medizinische Behandlung erforderlich machten. Dieser Kater und ein männlich-kastriertes Geschwistertier ohne klinische Anzeichen einer Harnwegserkrankung wurden im Nitroprussidtest positiv auf Cystin getestet, hatten erhöhte COLA-Werte und waren homozygot für die Punktmutation p.Val294Glu im SLC7A9-Gen, das die b0,+AT-Untereinheit für den b0,+-COLA-Transporter in der Niere kodiert. Ein weiteres männliches Geschwistertier zeigte keine Cystinurie und wurde negativ auf die Mutation getestet. Die gleiche SLC7A9-Mutation ließ sich bereits bei jeweils einer Maine-Coon-, Sphinx- und Mittellanghaarkatze in Nordamerika nachweisen, was auf einen gemeinsamen Vorfahren und eine weitere Verbreitung schließen lässt. Das Screening auf diese Mutation stellt eine einfache und zuverlässige Methode zur Untersuchung von Katzen auf Cystinurie dar und ermöglicht eine gezielte Behandlung betroffener Tiere.... S. Hilton (1), K. Mizukami (2), U. Giger (2) 27590 2017-06-06 10:29:37 Diagnose der Leptospirose beim Hund http://tpk.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27545 Bei Hunden mit Verdacht auf Leptospirose ist es wichtig, eine eindeutige Diagnose zu stellen, um gezielt therapieren zu können. Zudem stellen infizierte Hunde ein Zoonoserisiko dar. Der kulturelle Erregernachweis aus Blut, Urin oder Gewebe gilt als diagnostischer Referenzstandard. Allerdings besitzt er eine geringe Sensitivität und Leptospiren benötigen Wochen bis Monate, um zu wachsen. Die Untersuchung auf Antikörper und der Nachweis von Leptospiren-DNA mittels PCR gehören daher zu den wichtigsten Nachweismethoden in der Praxis. Beim Hund wird der Mikroagglutinationstest (MAT) trotz einiger Limitationen (z. B. negative Ergebnisse in frühen Infektionsstadien, positive Resultate infolge impfinduzierter Antikörper) nach wie vor am häufigsten durchgeführt. ELISAs können zwischen IgG- und IgM-Antikörpern differenzieren und so eine akute Infektion von früheren Impfungen oder persistierenden Infektionen abgrenzen. Inzwischen wurden ELISA-Schnelltests sowie In-House-PCR-Tests für die Praxis entwickelt, die einfache und schnelle Untersuchungen vor Ort ermöglichen. Allerdings gibt es bisher erst wenige Daten zur Sensitivität und Spezifität dieser Tests. Eine sichere Diagnose kann nur bei einem positiven PCR-Ergebnis oder einem vierfachen Titeranstieg im MAT gestellt werden.... M. Bergmann, J.-R. Llewellyn, K. Hartmann 27545 2017-05-17 13:06:51 Neue Arzneimittel für Kleintiere 2016 http://tpk.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27544 Im Jahr 2016 kamen für Kleintiere zwei neue Wirkstoffe auf den deutschen Tierarzneimittelmarkt: das Mineralokortikoid Desoxycorticosteron (Zycortal®) und Sarolaner (Simparica®), ein Ektoparasitikum der Isoxazolingruppe. Ein Wirkstoff erhielt eine Tierartenerweiterung. So wurde Fluralaner (Bravecto®), ebenfalls ein Ektoparasitikum der Isoxazolingruppe, auch für Katzen zugelassen. Außerdem kamen ein Präparat mit einer neuen Wirkstoffkombination, ein Wirkstoff in Monozubereitung und zwei Wirkstoffe in einer neuen Darreichungsform für Kleintiere auf den Markt. I. U. Emmerich (1) 27544 2017-05-17 13:04:55 Markraumbolzung bei Metakarpal- und Metatarsalfrakturen des Hundes* http://tpk.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27540 Gegenstand: Ziel dieser Studie war, detaillierte Informationen über die Markraumbolzung von Metakarpal(Mc)- und Metatarsal(Mt)-Frakturen des Hundes anhand einer Fallserie zu präsentieren. Material und Methoden: Die Auswertung umfasste die Befunde von 13 Hunden, deren Rekonvaleszenz mindestens 5 Monate verfolgt und sowohl klinisch als auch röntgenologisch dokumentiert werden konnte. Analysiert wurden die Anzahl der frakturierten bzw. operativ versorgten Mc-/Mt-Strahlen, das Repositionsergebnis sowie die Lage und Dimension der Implantate in Relation zur Knochenlänge. Komplikationen im Heilungsverlauf und das Endergebnis wurden mit der Fraktur und dem Osteosyntheseverfahren korreliert. Ergebnisse: Die Hunde (Durchschnittsalter 2,9 Jahre, Durchschnittsgewicht 9,9 kg) hatten überwiegend geschlossene Brüche von drei oder vier Strahlen. Mit Ausnahme von fünf Frakturen handelte es sich um glatte Querbrüche und alle Frakturen betrafen den Schaft. Der Durchmesser der implantierten Kirschner-Bohrdrähte reichte von 0,8 mm bis 2,0 mm, die Bohrdrahtlänge betrug 39–91% der Knochenlänge. Abgesehen von den offenen Metatarsalfrakturen eines Hundes, bei denen a priori keine Indikation für eine Markraumosteosynthese bestand, konnte das Repositionsergebnis der operativ versorgten Knochen bei unveränderter Implantatlage aufrechterhalten werden. Bei diesem Hund mit falscher Indikationsstellung war die Osteosynthese überdies fehlerhaft ausgeführt worden: Die Bohrdrähte hatten die Kortikalis der proximalen Fragmente perforiert, wodurch die Implantate wanderten, die Frakturen in Fehlstellung konsolidierten und der Patient dauerhaft lahmte. Bei den anderen Hunden heilten die Frakturen ohne funktionelle Einschränkung, obgleich in sieben von 13 Fällen röntgenologisch Synostosen nachweisbar waren. Klinische Relevanz: Mit der Einschränkung einer kleinen Fallzahl erwies sich die Markraumbolzung bei Metakarpal- und Metatarsalfrakturen des Hundes in unserer Studie als effektiv. In zukünftigen Untersuchungen sollte die für die Heilung erforderliche Dauer der postoperativen Verbandsbehandlung geklärt werden.... M. Kornmayer (1), U. Matis (1) 27540 2017-05-16 13:03:02 Ahead of print: Comparative aspects of blood coagulation measurements in various wild and captive... http://tpk.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27507 Objective: Information about the influence of species variety or diseases on coagulation values in avian blood is rare. The aim of this study was to assess the influence of species on measurements of coagulation parameters in avian plasma samples using commercially available reagents and to investigate potential influences of selected diseases on clotting times. Material and methods: Prothrombin time (PT), activated partial thromboplastin time (aPTT) and thrombin time (TT) were measured in citrated plasma of healthy individuals collected from eight different wild and captive avian species applying currently commercially available reagents prepared for use in humans, which were preselected in preliminary studies. The same parameters were tested in plasma samples from birds affected by aspergillosis, atherosclerosis, neoplasia and traumata. Results: PT and aPTT showed a high interspecies variety. Irrespective of species, aPTTs were extremely long and partially exceeded the measurement range limit. Minor variations between species were seen in TT measurements. Clotting times obtained from birds affected by aspergillosis, atherosclerosis and neoplasia were not significantly different when compared to healthy birds. Plasma obtained from traumatised individuals showed significantly shorter PT and aPTT than that in healthy birds. Conclusion and clinical relevance: Differences between species must be considered in diagnostic coagulation measurements in avian blood. Regardless of the avian species, aPTT measurements on avian samples appear to be of limited value. Lower PT and aPTT values reflect coagulation activation in traumatised birds.... V. Guddorf (1), K. Rohn (2), N. Kummerfeld (1), R. Mischke (3) 27507 2017-05-08 13:36:04 Downregulation von LH bei der Hündin nach Anwendung des GnRH-Agonisten Buserelin in Implantatform http://tpk.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27492 Gegenstand und Ziel: Darstellung der Downregulation von LH bei der Hündin nach Anwendung eines Slow-Release-GnRH-Implantats mit dem Wirkstoff Buserelin. Material und Methoden: Zur Ausschaltung negativ rückkoppelnder Wirkungen endogener Sexualhormone wurden neun Hündinnen ovariohysterektomiert. Zur Anwendung kam der Wirkstoff Buserelinacetat in Form des Slow-Release-Implantats Profact Depot®, wobei jeweils drei Hündinnen Implantate mit 3,3 mg, 6,6 mg oder 13,2 mg subkutan appliziert wurden. Die Charakterisierung der Verfügbarkeit von LH erfolgte durch punktuelle sowie durch sequenzielle Blutentnahmen über 6-stündige Zeitfenster. Folgende Parameter wurden erfasst: AUC (Area Under the Curve), Basalkonzentration, Anzahl der Pulse und maximale Pulsamplitude. Ergebnisse: Dosisabhängigkeiten waren nicht feststellbar, was darauf hindeutet, dass die niedrigste Dosis bereits maximal wirksam war. Für die weitere Auswertung wurden die Tiere daher zu einer Gruppe zusammengefasst. Ein zunehmend stärker werdender Effekt der Downregulation zeigte sich von der 2. bis zur 26. Woche nach der Implantation, die Wirkdauer lag bei ca. 34 Wochen. Eine Stunde nach der Implantation kam es zu einem signifikanten Anstieg auf fast das Doppelte des Ausgangswerts. Danach blieb das LH-Niveau über weitere 8 Stunden erhöht. Schlussfolgerung: Wie beim Rüden führt Buserelin auch bei der Hündin zu einer Downregulation der LH-Sekretion, der eine initiale, über mehrere Stunden anhaltende erhöhte LH-Freisetzung vorausgeht. Diese muss im Zusammenhang mit den unerwünschten Wirkungen gesehen werden, die bei der Downregulation der Ovarfunktion der Hündin mittels Slow-Release-GnRH-Analoga auftreten. Klinische Relevanz: Die Unterbindung des initialen Anstiegs der LH-Konzentration ist Voraussetzung für eine erfolgreiche Anwendung von Slow-Release-GnRH-Analoga zur Downregulation der Sexualfunktion der Hündin.... A. Piepenbrink (1), K. Failing (2), A. Riesenbeck (1), P. Schmid (3), B. Hoffmann (1) 27492 2017-05-03 13:46:15 Epidemiologie und Prophylaxe der Leptospirose beim Hund http://tpk.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27491 Die Leptospirose ist eine Zoonose mit steigender Prävalenz bei Hunden und Menschen in Deutschland. Die verschiedenen Leptospiren-Serovare haben unterschiedliche Pathogenität. Auch gesunde infizierte Hunde scheiden Leptospiren über den Urin aus und stellen somit ein Infektionsrisiko für Menschen und andere Tiere dar. Die Impfung ist die wichtigste Maßnahme zum Schutz; sie verhindert nicht nur die Krankheit beim Hund, sondern vermindert auch die Ausscheidung von Leptospiren über den Urin. Für einen möglichst umfassenden Impfschutz sollten tetravalente Impfstoffe verwendet werden, die Serovare der in der Region relevanten Serogruppen enthalten. Die Verbreitung der Erreger kann durch die weite Anwendung dieser Impfstoffe reduziert werden. Eine ausführliche Besitzeraufklärung über das zoonotische Potenzial der Leptospirose und geeignete Hygienemaßnahmen beim Umgang mit infizierten Hunden und Hundeurin sind essenziell. M. Bergmann (1), J.-R. Llewellyn (1), K. Hartmann (1) 27491 2017-05-03 13:45:03 Atypisches Cushing-Syndrom bei einem Hund http://tpk.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27464 Bei einem aus anderen Gründen vorgestellten 12 Jahre alten Labrador-Retriever-Rüden bestand als Nebenbefund eine Hyperadrenokortizismus-Symptomatik (Polyurie/Polydipsie, tonniges Abdomen, Muskelatrophie). Abweichende Laborbefunde und sonographische Veränderungen der Nebennieren, aber negative Befunde in Low-Dose-Dexamethason-Suppressionstests bei niedriger Basalkortisolkonzentration, ein negativer ACTH-Stimulationstest und Ausschluss eines iatrogenen Hyperadrenokortizismus ließen den Verdacht auf einen atypischen Hyperadrenokortizismus (AHAC) aufkommen. Die Ergebnisse weiterführender Untersuchungen, insbesondere die Stimulation der Progesteronbildung durch ACTH (0-h-Wert: 0,21 ng/ml; 1-h-Wert: 4,9 ng/ml), und das Ansprechen auf die Trilostan-Therapie sprachen ebenfalls für diese Diagnose. Es muss jedoch kritisch hinterfragt werden, ob und inwiefern zusätzlich vorliegende Erkrankungen (Arthrosen, Umfangsvermehrung in einem Hoden) hinsichtlich Symptomatik und Laborbefunden eine Rolle gespielt haben. Dieser Fall verdeutlicht die Schwierigkeiten bei der Diagnostik eines AHAC.... S. Hoffrogge (1), L. Fels (1), M. Schmicke (2), R. Mischke (1) 27464 2017-04-27 14:01:47 Fragen zum Artikel: B. D. Ballhausen et al.: „Diagnostische Aufarbeitung und Management der... http://tpk.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27449 27449 2017-04-19 10:43:58 25. Jahrestagung der FG “Innere Medizin und klinische Labordiagnostik” der DVG (InnLab), 03./04.... http://tpk.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27448 27448 2017-04-19 10:42:53 Alimentäre Thyreotoxikose bei zwei Hunden http://tpk.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27380 Zwei Hunde mit erhöhter Thyroxinkonzentration, von denen einer deutliche klinische Symptome einer Hyperthyreose aufwies, wurden zur diagnostischen Abklärung überwiesen. Mittels gezielter anamnestischer Aufarbeitung, klinischer Untersuchung, weiterführender Labordiagnostik und Szintigraphie konnte eine alimentäre Thyreotoxikose diagnostiziert werden. Ursächlich war in einem Fall die Fütterung von mit Schilddrüsengewebe kontaminiertem rohem Futter (BARF), im anderen Fall ein konventionelles Hundefutter. Nach Futterumstellung verschwanden bei dem betroffenen Hund die klinischen Symptome. Eine Kontrolluntersuchung ergab bei beiden Hunden eine Thyroxinkonzentration im Referenzbereich. K. Kempker (1), A. Güssow (1), A. M. Cook (1), M. Rick (2), R. Neiger (1) 27380 2017-04-03 13:10:32 Diagnostische Aufarbeitung und Management der Hyperkalzämie des Hundes am Beispiel des primären... http://tpk.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27369 Eine Hyperkalzämie kann Folge diverser Erkrankungen sein. Der Artikel erläutert die Ursachen, die pathophysiologischen Zusammenhänge sowie die diagnostische Abklärung und gibt Empfehlungen für die Behandlung. Im Vordergund steht dabei die Hyperkalzämie im Rahmen eines primären Hyperparathyreoidismus (PH), ergänzt durch ein entsprechendes Fallbeispiel. Eine erhöhte Gesamtkalzium-Konzentration sollte grundsätzlich abgeklärt und durch Messung der Konzentration von ionisiertem Kalzium verifiziert werden. Die weitere diagnostische Aufarbeitung richtet sich nach der Höhe der Phosphatkonzentration. Gegebenenfalls sind ein Tumorscreening, die Messung von Parathormon und Parathormon-ähnlichem Protein sowie eine sonographische Untersuchung der Nebenschilddrüsen erforderlich. Überschreitet das Kalzium-Phosphat-Produkt (Werte in mg/dl) den Wert 60, besteht die Gefahr der Mineralisation von Geweben und eine schnelle Behandlung ist wichtig. Zur Akutbehandlung können Infusionen physiologischer Kochsalzlösung, Furosemid und Glukokortikoide eingesetzt werden. Glukokortikoide sollten jedoch nur nach strenger Indikation und bereits gestellter Diagnose verwendet werden. Beim Langzeitmanagement kommen zunehmend Bisphosphonate, insbesondere Alendronat, erfolgreich zur Anwendung. Die kausale Therapie des PH erfolgt mittels Parathyreoidektomie, Hitzeablation oder Ethanolablation. Im Anschluss kann, insbesondere bei ausgeprägter präoperativer Hyperkalzämie, eine Hypokalzämie auftreten. Zur Behandlung wird Vitamin D3 (Calcitriol) verabreicht (bei starker Hyperkalzämie gegebenenfalls bereits präoperativ zur Prophylaxe). Eine begleitende orale Kalziumsupplementation mit Kalziumkarbonat als Mittel der Wahl wird kontrovers diskutiert. Aufgrund der Rezidivgefahr nach erfolgreicher Entfernung der bei einem PH betroffenen Nebenschilddrüse sollte der Serumkalziumspiegel periodisch kontrolliert werden.... B. D. Ballhausen (1), A. Wehner (1), M. Zöllner (2), K. Hartmann (1), S. Unterer (1) 27369 2017-03-29 10:06:42 Infektionen mit Leptospiren bei der Katze http://tpk.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27339 Leptospiren sind weltweit verbreitet und konnten bisher bei über 150 Säugetierarten nachgewiesen werden. Subklinisch infizierte Nagetiere und Nutztiere stellen ein Reservoir für den Erreger dar und verbreiten diesen in der Umwelt. Katzen erkranken selten an Leptospirose. Dennoch können sie sich, insbesondere durch die Jagd von infizierten Nagern, mit dem Erreger infizieren und diesen über den Urin ausscheiden. Somit könnte die Katze eine bedeutende Rolle in der Epidemiologie der Leptospiren einnehmen. S. Weis (1), K. Hartmann (1) 27339 2017-03-22 10:32:36 Sonographische Darstellung der physiologischen Ovarien bei der Katze http://tpk.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27323 Die sonographische Darstellung des Ovars stellt einen zentralen Bestandteil der gynäkologischen Untersuchung dar. Während sie bei vielen Haustierarten etabliert ist, wird sie bei der Katze bisher seltener durchgeführt. Dieser Artikel beschreibt die technischen Voraussetzungen, den Untersuchungsgang sowie die Darstellung des physiologischen Ovars bei der Katze. Die Untersuchung kann sowohl in Seitenlage als auch in Rückenlage durchgeführt werden. In der Regel befinden sich die Eierstöcke kaudal der Nieren, die als Leitstruktur dienen. Im Anöstrus haben die Ovarien eine durchschnittliche Größe von 0,9 cm (Länge) x 0,5 cm (Höhe) x 0,4 cm (Breite). In der Follikelphase sowie der Gelbkörperphase erleichtern die Funktionskörper das Auffinden der Eierstöcke, während ihre Darstellung im Interöstrus und Anöstrus deutlich erschwert ist. T. Conze (1), A. Wehrend (1) 27323 2017-03-14 10:20:24 Nasopharyngeale Zyste des respiratorischen Epithels bei einem 9 Jahre alten Yorkshire Terrier http://tpk.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27246 Bei einem 9 Jahre alten Yorkshire Terrier wurde eine echte Zyste des respiratorischen Epithels im Nasopharynx diagnostiziert. Die zur Dyspnoe führende, vollständige Verlegung des Nasopharynx wurde mittels Computertomographie und Endoskopie nachgewiesen. Es erfolgte eine minimalinvasive Ablation der Zystenwand unter endoskopischer Kontrolle mit anschließender histopathologischer Untersuchung. Unmittelbar nach der Zystenresektion war die klinische Symptomatik nicht mehr vorhanden. Der Therapieerfolg wurde 3 Monate postoperativ durch unauffällige endoskopische Befunde bestätigt. Im vorliegenden Fall stellte die minimalinvasive, endoskopisch durchgeführte Ablation der Zystenwand ein erfolgreiches Therapieverfahren dar. A. Acker (1), C. Thiel (1), K. Köhler (2), K. von Pückler (1), A. Moritz (3), M. Kramer (1) 27246 2017-02-23 09:54:11 Nachweishäufigkeit von Dog circovirus bei gesunden und an Durchfall erkrankten Hunden http://tpk.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27245 Gegenstand und Ziel: Im Jahr 2012 wurde in den USA erstmals ein Dog circovirus (DogCV) bei Hunden entdeckt, gefolgt von weiteren Beschreibungen in den USA, Italien und Deutschland. Ziel der Studie war, zum ersten Mal die Nachweishäufigkeit von DogCV in Fäzes von Hunden aus Deutschland und dem europäischen Ausland zu erfassen. Material und Methoden: 184 Kotproben von an Durchfall erkrankten Hunden sowie 82 Kotproben klinisch gesunder Hunde (Kontrollgruppe) wurden mittels PCR auf DogCV getestet. Daneben erfolgte für alle Proben eine Untersuchung auf Parvovirus, Coronavirus, Giardien und Kryptosporidien. Ergebnisse: In der Gruppe der Hunde mit Durchfall betrug der Anteil DogCV-positiver Proben 20,1% (37/184), in der Kontrollgruppe 7,3% (6/82). Das Virus ließ sich damit signifikant häufiger bei Hunden mit Durchfall nachweisen. Die Nachweishäufigkeit ist mit der der anderen getesteten Durchfallerreger vergleichbar. Bei etwa der Hälfte der DogCV-positiven Hunde konnten Koinfektionen mit anderen enteropathogenen Erregern diagnostiziert werden. Schlussfolgerung und klinische Relevanz: Die Rolle von Koinfektionen bei der Pathogenese der Erkrankung ist noch unklar, aber scheinbar besteht ein Zusammenhang zwischen Koinfektionen und Ausprägung der Erkrankung. Der Nachweis bei klinisch gesunden Hunden scheint für die Epidemiologie wichtig und wirft Fragen zur Pathogenität des Virus auf. Weitere Studien sind notwendig, um Fragen zu Pathogenese, kausaler Relevanz und möglichen Interferenzen mit anderen Durchfallerregern zu klären. Die Ergebnisse dieser Studie sind jedoch ein wichtiger Hinweis, dass DogCV als Durchfallerreger differenzialdiagnostisch in Betracht gezogen werden sollte.... M. Gentil (1), A. D. Gruber (2), E. Müller (1) 27245 2017-02-23 09:53:31 Spinales Nephroblastom in ungewöhnlicher Lokalisation bei einem Hund http://tpk.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27191 Ein 7 Monate alter, männlicher Otterhund wurde aufgrund einer progressiven Lähmung der Hintergliedmaßen vorgestellt. Die klinisch-neurologische Untersuchung ergab eine Paraparese mit erhaltener Steh- und Gehfähigkeit sowie einer linksseitig betonten Läsion im Bereich des unteren motorischen Neurons der Hintergliedmaße (L4–S1). Mittels Magnetresonanztomographie wurde eine intradurale extramedulläre Neoplasie auf Höhe des fünften Lendenwirbels diagnostiziert. Bei der chirurgischen Darstellung zeigte sich eine partielle Infiltration des Rückenmarks durch die Neoplasie. Die mit Ausnahme des infiltrativen Anteils exstirpierte Masse erwies sich histopathologisch als spinales Nephroblastom. Der Hund wurde einer Bestrahlungstherapie unterzogen. Die Paraparese bildete sich vollständig zurück und bis 9 Monate post operationem wies der Patient keine neurologischen Defizite auf. N. Langen (1), K. von Pückler (1), C. Tillmanns (1), V. Bornand (2), M. Kramer (1), M. J. Schmidt (1) 27191 2017-02-16 13:02:53 Leptin and ghrelin concentration in hyperthyroid cats before and after radioactive iodine therapy... http://tpk.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27190 Objective: Leptin and ghrelin, two peptide hormones with antagonistic effects on satiety and energy balance, could be involved in the pathogenesis of weight loss and polyphagia in cats with hyperthyroidism. Leptin generally decreases appetite and increases energy expenditure, while ghrelin exerts the opposite effects. Materials and methods: Leptin and ghrelin were measured in 42 client owned hyperthyroid cats with a body condition score (BCS) ≤ 5/9 before (T0) and 4 weeks after radioactive iodine treatment (RAIT) (T1). Dependent on the serum total thyroxine concentration concentration at T1, cats were sub-classified as still hyperthyroid (ht-ht) (n = 4), euthyroid (ht-eu) (n = 10) or hypothyroid (ht-hypo) (n = 28). Results were compared to those of 22 healthy, euthyroid control cats with a comparable BCS (≤ 5/9) and age (≥ 8 years) to hyperthyroid cats. Results: At T0, there were no significant differences between hyperthyroid and control cats for leptin (p = 0.06) or ghrelin concentrations (p = 0.27). At T1, leptin significantly decreased in ht-hypo cats compared to T0 (p = 0.0008) despite a significantly increased body weight in this group (p = 0.0001). Serum ghrelin concentrations did not differ between hyperthyroid cats with a history of polyphagia compared to non-polyphagic cats (p = 0.42). After RAIT, ghrelin concentration significantly increased in all hyperthyroid cats (p ... S. Marsilio (1, 2), B. Glanemann (3), L. Martin (4), B. Szladovits (5), R. Neiger (1) 27190 2017-02-16 13:01:42 Nervenverteilung und -verteilungsdichte in der Hüftgelenkskapsel des Hundes http://tpk.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27183 Gegenstand und Ziel: Die Hüftgelenkskapsel unterliegt bei der Hüftgelenksdysplasie (HD) erhöhten Zugkräften, die zu einer Entzündung des Kapselgewebes führen. Eine entzündungsassoziierte Zunahme der Nervenverteilungsdichte wurde in verschiedenen Organen nachgewiesen und könnte auch im Rahmen einer HD Ursache für Hüftgelenksschmerz und Koxarthrose sein. Ziel dieser Studie war, bei Hunden mit normo- bzw. dysplastischen Hüftgelenken Unterschiede in der Nervenverteilungsdichte innerhalb der Hüftgelenkskapsel aufzuzeigen. Material und Methoden: Bei 16 aus anderen Gründen euthanasierten Labrador Retrievern erfolgte anhand des radiologischen Befunds eine Kategorisierung der Hüftgelenke als normoplastisch (Gruppe 1, n = 18) oder dysplastisch (Gruppe 2, n = 14). Die histologischen Präparate der Hüftgelenkskapseln wurden nach Färbung der Nervenfasern mit der Sihler-Färbemethode eingescannt und mittels einer Matrix in 10 gleich große Quadranten, nummeriert von dorsomedial (Q01) nach kraniodorsolateral (Q10), unterteilt. Durch Berechnung des prozentualen Anteils schwarzer Pixel mittels halbautomatischer Bildanalyse wurde die Nervenverteilungsdichte für jeweils das gesamte Präparat und die einzelnen Quadranten analysiert. Der statistische Vergleich erfolgte mittels t-Test für unabhängige Stichproben. Ergebnisse: Bei Hunden mit HD zeigte sich im kraniodorsolateralen Anteil der Hüftgelenkskapsel eine signifikant höhere Nervenverteilungsdichte (p = 0,03). Die mittlere Nervenverteilungsdichte für die gesamte Hüftgelenkskapsel differierte zwischen den beiden Gruppen nicht signifikant. Schlussfolgerung: Eine erhöhte Nervenverteilungsdichte im kraniodorsalen Anteil der Hüftgelenkskapsel bei Hunden mit HD könnte Folge der großen Zugkräfte in diesem Bereich und eine Ursache für die mit der HD einhergehende Schmerzhaftigkeit und Koxarthrose sein. Klinische Relevanz: Die Ergebnisse liefern die pathophysiologische Grundlage für den Erfolg der Deperiostierung des kranialen Azetabulumrandes im Rahmen einer Hüftgelenksdenervation zur Erzielung einer suffizienten Schmerzlinderung und Entzündungsreduktion bei Hunden mit HD.... F. Giebels (1), A. Prescher (2), S. Wagenpfeil (3), A. Bücker (4), S. Kinzel (1) 27183 2017-02-15 09:14:32 Erratum zum Artikel Flegel et al.: Multiple thorakolumbale partielle laterale Korpektomien bei 17... http://tpk.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27168 27168 2017-02-09 13:19:40 Tagung der DVG-Fachgruppe Veterinärmedizinische Anästhesie, Intensivmedizin, Notfallmedizin &... http://tpk.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27167 27167 2017-02-09 13:03:03 25. Jahrestagung der FG “Innere Medizin und klinische Labordiagnostik” der DVG (InnLab), 03./04.... http://tpk.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27166 27166 2017-02-09 13:01:35 Fragen zum Artikel: M. Alef: „Anästhesie für die Sectio caesarea beim Hund – ein evidenzbasierter... http://tpk.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27165 27165 2017-02-09 12:58:52