Tierärztliche Praxis Kleintiere Tierärztliche Praxis Kleintiere tpk de-de http://www.schattauer.de/rss.html Wed, 22 Feb 17 22:59:56 +0100 http://www.schattauer.de/fileadmin/assets/zeitschriften/tieraerztliche_praxis_k/tpk-rss.jpg Ahead of print: Spinales Nephroblastom in ungewöhnlicher Lokalisation bei einem Hund http://tpk.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27191 Ein 7 Monate alter, männlicher Otterhund wurde aufgrund einer progressiven Lähmung der Hintergliedmaßen vorgestellt. Die klinisch-neurologische Untersuchung ergab eine Paraparese mit erhaltener Steh- und Gehfähigkeit sowie einer linksseitig betonten Läsion im Bereich des unteren motorischen Neurons der Hintergliedmaße (L4–S1). Mittels Magnetresonanztomographie wurde eine intradurale extramedulläre Neoplasie auf Höhe des fünften Lendenwirbels diagnostiziert. Bei der chirurgischen Darstellung zeigte sich eine partielle Infiltration des Rückenmarks durch die Neoplasie. Die mit Ausnahme des infiltrativen Anteils exstirpierte Masse erwies sich histopathologisch als spinales Nephroblastom. Der Hund wurde einer Bestrahlungstherapie unterzogen. Die Paraparese bildete sich vollständig zurück und bis 9 Monate post operationem wies der Patient keine neurologischen Defizite auf. N. Langen (1), K. von Pückler (1), C. Tillmanns (1), V. Bornand (2), M. Kramer (1), M. J. Schmidt (1) 27191 2017-02-16 13:02:53 Ahead of print: Leptin and ghrelin concentration in hyperthyroid cats before and after radioactive... http://tpk.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27190 Objective: Leptin and ghrelin, two peptide hormones with antagonistic effects on satiety and energy balance, could be involved in the pathogenesis of weight loss and polyphagia in cats with hyperthyroidism. Leptin generally decreases appetite and increases energy expenditure, while ghrelin exerts the opposite effects. Materials and methods: Leptin and ghrelin were measured in 42 client owned hyperthyroid cats with a body condition score (BCS) ≤ 5/9 before (T0) and 4 weeks after radioactive iodine treatment (RAIT) (T1). Dependent on the serum total thyroxine concentration concentration at T1, cats were sub-classified as still hyperthyroid (ht-ht) (n = 4), euthyroid (ht-eu) (n = 10) or hypothyroid (ht-hypo) (n = 28). Results were compared to those of 22 healthy, euthyroid control cats with a comparable BCS (≤ 5/9) and age (≥ 8 years) to hyperthyroid cats. Results: At T0, there were no significant differences between hyperthyroid and control cats for leptin (p = 0.06) or ghrelin concentrations (p = 0.27). At T1, leptin significantly decreased in ht-hypo cats compared to T0 (p = 0.0008) despite a significantly increased body weight in this group (p = 0.0001). Serum ghrelin concentrations did not differ between hyperthyroid cats with a history of polyphagia compared to non-polyphagic cats (p = 0.42). After RAIT, ghrelin concentration significantly increased in all hyperthyroid cats (p < 0.0001), as well as in the subgroups ht-eu (p = 0.014) and ht-hypo (p < 0.0001) compared to their respective T0 baseline concentrations. Conclusion: Leptin and ghrelin fluctuations may be indicative of changes in metabolic functions in cats with thyroid dysfunction. Leptin fluctuations occurred independently of body weight in different states of thyroid dysfunction; increasing ghrelin concentrations after RAIT suggest a ghrelin-independent mechanism for polyphagia in hyperthyroid cats.... S. Marsilio (1, 2), B. Glanemann (3), L. Martin (4), B. Szladovits (5), R. Neiger (1) 27190 2017-02-16 13:01:42 Ahead of print: Nervenverteilung und -verteilungsdichte in der Hüftgelenkskapsel des Hundes http://tpk.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27183 Gegenstand und Ziel: Die Hüftgelenkskapsel unterliegt bei der Hüftgelenksdysplasie (HD) erhöhten Zugkräften, die zu einer Entzündung des Kapselgewebes führen. Eine entzündungsassoziierte Zunahme der Nervenverteilungsdichte wurde in verschiedenen Organen nachgewiesen und könnte auch im Rahmen einer HD Ursache für Hüftgelenksschmerz und Koxarthrose sein. Ziel dieser Studie war, bei Hunden mit normo- bzw. dysplastischen Hüftgelenken Unterschiede in der Nervenverteilungsdichte innerhalb der Hüftgelenkskapsel aufzuzeigen. Material und Methoden: Bei 16 aus anderen Gründen euthanasierten Labrador Retrievern erfolgte anhand des radiologischen Befunds eine Kategorisierung der Hüftgelenke als normoplastisch (Gruppe 1, n = 18) oder dysplastisch (Gruppe 2, n = 14). Die histologischen Präparate der Hüftgelenkskapseln wurden nach Färbung der Nervenfasern mit der Sihler-Färbemethode eingescannt und mittels einer Matrix in 10 gleich große Quadranten, nummeriert von dorsomedial (Q01) nach kraniodorsolateral (Q10), unterteilt. Durch Berechnung des prozentualen Anteils schwarzer Pixel mittels halbautomatischer Bildanalyse wurde die Nervenverteilungsdichte für jeweils das gesamte Präparat und die einzelnen Quadranten analysiert. Der statistische Vergleich erfolgte mittels t-Test für unabhängige Stichproben. Ergebnisse: Bei Hunden mit HD zeigte sich im kraniodorsolateralen Anteil der Hüftgelenkskapsel eine signifikant höhere Nervenverteilungsdichte (p = 0,03). Die mittlere Nervenverteilungsdichte für die gesamte Hüftgelenkskapsel differierte zwischen den beiden Gruppen nicht signifikant. Schlussfolgerung: Eine erhöhte Nervenverteilungsdichte im kraniodorsalen Anteil der Hüftgelenkskapsel bei Hunden mit HD könnte Folge der großen Zugkräfte in diesem Bereich und eine Ursache für die mit der HD einhergehende Schmerzhaftigkeit und Koxarthrose sein. Klinische Relevanz: Die Ergebnisse liefern die pathophysiologische Grundlage für den Erfolg der Deperiostierung des kranialen Azetabulumrandes im Rahmen einer Hüftgelenksdenervation zur Erzielung einer suffizienten Schmerzlinderung und Entzündungsreduktion bei Hunden mit HD.... F. Giebels (1), A. Prescher (2), S. Wagenpfeil (3), A. Bücker (4), S. Kinzel (1) 27183 2017-02-15 09:14:32 Erratum zum Artikel Flegel et al.: Multiple thorakolumbale partielle laterale Korpektomien bei 17... http://tpk.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27168 27168 2017-02-09 13:19:40 Tagung der DVG-Fachgruppe Veterinärmedizinische Anästhesie, Intensivmedizin, Notfallmedizin &... http://tpk.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27167 27167 2017-02-09 13:03:03 25. Jahrestagung der FG “Innere Medizin und klinische Labordiagnostik” der DVG (InnLab), 03./04.... http://tpk.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27166 27166 2017-02-09 13:01:35 Fragen zum Artikel: M. Alef: „Anästhesie für die Sectio caesarea beim Hund – ein evidenzbasierter... http://tpk.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27165 27165 2017-02-09 12:58:52 Anästhesie für die Sectio caesarea beim Hund – ein evidenzbasierter Ansatz http://tpk.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27066 In den letzten Jahren wurden einige neue Untersuchungen zur Anästhesie bei der Sectio caesarea veröffentlicht. Der Artikel greift diese und wegweisende Untersuchungen zu Faktoren auf, die das Risiko für die Welpen beeinflussen, und gibt auf Basis der vorhandenen Evidenz eine Empfehlung zum anästhesiologischen Vorgehen. Zusätzlich werden mögliche Alternativen diskutiert. Die Narkoseeinleitung mit Propofol oder Alfaxalon und die Erhaltung mittels Inhalationsanästhesie scheint das Verfahren mit dem geringsten Risiko zu sein. Eine adäquate und risikoarme Schmerzausschaltung wird intraoperativ durch eine Epiduralanästhesie erreicht. Nach Entwicklung der Welpen und auch postoperativ ermöglichen Opiode eine angemessene Schmerztherapie für das Muttertier. Eine Stabilisierung der Hündin vor der Anästhesie und eine Optimierung ihrer Sauerstoffversorgung sind weitere basale Forderungen. M. Alef (1) 27066 2017-01-24 08:30:28 Schmerztherapie bei kleinen Heimtieren http://tpk.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27060 Obwohl gerade in den letzten Jahren viele Fortschritte in der Schmerztherapie beim Tier gemacht wurden, gestaltet sich die Schmerztherapie beim kleinen Heimtier schwieriger als bei Hund und Katze. Es besteht jedoch die ethische Verpflichtung, dass auch diese Tiere eine adäquate Schmerztherapie erhalten. Kaum ein Analgetikum ist zum Einsatz beim kleinen Heimtier zugelassen, oft fehlen pharmakologische Untersuchungen und Dosierungen wurden häufig nur empirisch ermittelt. Aufgrund der kleinen Größe der Tiere ist im Vergleich zu Hund und Katze oft eine höhere Dosis pro Kilogramm Körpergewicht notwendig. Auch die Dosierung selbst lässt sich bei den kleinen Tieren nur schwer korrekt durchführen, denn viele Analgetika müssen vor der Applikation verdünnt werden. Zusätzlich bereitet eine häufige Manipulation der kleinen Heimtiere zur Verabreichung von Analgetika den Patienten Stress und dieser kann den Schmerz verstärken. Im vorliegenden Artikel werden die zum Einsatz beim kleinen Heimtier geeigneten Analgetika beschrieben und die Indikationen für die Anwendung der verschiedenen Analgetikatypen erläutert. Ein spezieller Abschnitt widmet sich der Schmerzerkennung, der Algesimetrie, die sich beim kleinen Heimtier deutlich schwieriger gestaltet. In den letzten Jahren wurden sogenannte „Grimace Scales“ entwickelt, anhand derer der Gesichtsausdruck der Tiere beurteilt wird.... S. Tacke (1), A. Gollwitzer (1), L. Grammel (1), J. Henke (2) 27060 2017-01-17 11:55:15 Electrical impedance tomography for lung ventilation monitoring of the dog http://tpk.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27059 Background: Electrical impedance tomography (EIT) is a radiation free technique which takes advantage of the different electrical conductivities of different tissues. Its main field of application is lung ventilation monitoring. The aim of this prospective study was to evaluate the feasibility of collecting EIT information on a sample of dogs with different thoracic shapes under clinical conditions by connecting an electrode belt without fur clipping. Material and methods: Fifteen pulmonary healthy dogs were anaesthetized, positioned in sternal recumbency and ventilated in a pressure-controlled mode at three different positive end-expiratory pressure levels (PEEP) of 0, 5 and 10 cmH2O for five breaths each, with a peak inspiratory pressure of 15 cmH2O. The impedance changes were recorded with a commercial EIT device applied around the thorax. Subsequently, the ventilation regime was repeated and a computed tomography scan (CT) of the same thoracic segment was performed for each PEEP level. The tidal volume (Vt) was recorded. For the collection of EIT data the sum of regional impedance changes was recorded. The impedance value of the entire lung (global) was recorded and the ventilated area was quartered into four regions of interest (ROI). In a CT image with the fewest adjacent organs, lung tissue was selected to obtain the mean value of lung radiodensitiy in Hounsfield-Units (HU) for the entire lung and for the four ROIs. Results: EIT recordings via the electrode belt were possible without clipping. There was a significant correlation for the parameters of aeration as measured by EIT and CT for both the entire ventilated lung and the corresponding ROIs. The increasing PEEP resulted in a proportional increase of the impedance, and there was a negative correlation between EIT and Vt. The better ventilated dorsal ROIs could be identified using both EIT and CT. An intra-assay coefficient of variation showed a good reproducibility for lung ventilation in anaesthetized dogs in the EIT. Discussion: The results show that EIT is a reliable method for evaluating the ventilation of dogs in a clinical setting. The accuracy of EIT might be improved by using a mesh corresponding to the different thoracic shapes of the dogs.... S. Gloning (1), K. Pieper (1), M. Zoellner (1), A. Meyer-Lindenberg (1) 27059 2017-01-17 11:51:22 Saisonale Leukotrichie bei einem Deutschen Schäferhund http://tpk.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27058 Leukotrichie kann durch eine Vielzahl metabolischer und entzündlicher Erkrankungen hervorgerufen werden. Bei der Alopecia areata des Hundes handelt es sich um eine sehr seltene multifaktoriell bedingte Erkrankung, die gutartig ist und zu einer nicht vernarbenden Alopezie führt. In diesem Fallbericht wird ein Deutscher Schäferhund mit einer saisonal rezidivierenden, mit Alopecia areata assoziierten Leukotrichie beschrieben. Wichtige Differenzialdiagnosen wurden ausgeschlossen und die endgültige Diagnose histopathologisch gestellt. Die topische Anwendung von Tacrolimus und Hydrocortisonaceponat brachte keine Besserung. Die genaue Ursache für das saisonale Auftreten der Leukotrichie in diesem Fall ist unklar. J. Classen (1), S. V. Bettenay (2), R. S. Mueller (1) 27058 2017-01-17 11:50:37 Ahead of print: Utility of urinary markers in the assessment of renal dysfunction in canine... http://tpk.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27036 Objective: Canine babesiosis is a common and clinically significant tick-borne disease caused by haemoprotozoan parasites of the genus Babesia. Acute renal failure is considered to be one of the most prevalent complications of canine babesiosis. This complication leads to a decrease in the glomerular filtration rate and in consequence causes azotemia and uremia. The objective of this study was to assess the localization and extent of renal damage in dogs infected with Babesia canis using an urinary marker for glomerular (urinary immunoglobulin G, uIgG), proximal tubular dysfunction (urinary retinol binding protein, uRBP) and distal tubular dysfunction (urinary Tamm-Horsfal protein, uTHP). Material und methods: In 10 dogs naturally infected with B. canis and 10 healthy control dogs the levels of urinary biomarkers were measured using commercially available ELISA tests. Results: Higher concentrations of uIgG, uRBP and uTHP were found in the urine of all dogs with babesiosis than in those from the control group. This indicates that in the course of the disease, the glomeruli as well as the renal tubules become damaged. Conclusion and clinical relevance: The study results allow a better understanding of the pathogenesis of canine babesiosis. However, in order to fully determine the extent and the nature of the damage to the kidneys of the infected dogs, it is advisable to conduct additional histopathological examinations of these organs.... D. Winiarczyk (1), Ł. Adaszek (2), M. Bartnicki (2), B. Abramowicz (1), P. Łyp (2), J. Madany (1), S. Winiarczyk (2) 27036 2017-01-11 13:48:34 Fragen zum Artikel: E. Hassdenteufel et al.: „Notfalltherapie bei Vergiftungen von Hund und Katze“ http://tpk.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=26958 26958 2016-12-05 11:23:39 Notfalltherapie bei Vergiftungen von Hund und Katze http://tpk.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=26870 Vergiftungen können zu lebensbedrohlichen Notfällen führen. Neben der allgemeinen Stabilisation des Patienten sollte eine Therapie eine schnellstmögliche Toxinelimination bewirken. Zunächst wird versucht, durch allgemeine Dekontaminationsmaßnahmen (gastrointestinal, dermal, okulär) die Giftaufnahme so gering wie möglich zu halten. Eine genauere Eingrenzung des Toxins bzw. seiner Eigenschaften kann bei der Auswahl spezifischerer Behandlungsansätze, wie beispielsweise Dialyse oder Gabe eines Antidots, Hilfestellung leisten. Die Therapie mit Lipidemulsionen zur raschen Elimination lipophiler Substanzen aus dem Körper hat in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen. Sie kann das Allgemeinbefinden des Patienten schnell verbessern und ist mit wenig Nebenwirkungen verbunden. E. Hassdenteufel (1), H. Lehmann (1), M. Schneider (1), A. Moritz (1) 26870 2016-11-16 14:58:08 Systemic Acremonium species infection in a dog http://tpk.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=26851 A 2-year-old female Magyar Viszla was referred with fever, lethargy, polyuria/polydipsia, and suspected systemic cryptococcosis. At presentation increased rectal temperature and enlarged lymph nodes were detected. Main laboratory abnormalities included lymphocytosis, eosinophilia, and mildly reduced urine specific gravity. Abdominal ultrasound was unremarkable. Lymph node cytology revealed mycotic infection. Acremonium species was isolated from urine as well as from a popliteal lymph node by fungal culture. Therapy with itraconazol (10 mg/kg p. o. q 12 h) was initiated based on susceptibility testing, but dosage had to be reduced by half due to adverse effects. Despite treatment, the dog developed progressive azotemia. Four months after initial presentation, the patient showed anorexia, lethargy, weight loss, diarrhea, vomitus, neurological signs, and severe azotemia and was euthanized. Acremonium species are emerging opportunistic mould fungi that can represent a potential threat for immunocompromised humans. In dogs, only two cases of systemic infection with this fungal species have been reported so far. This case highlights the fact that systemic fungal infections should be considered as a differential in cases of fever and lymphadenopathy.... B. D. Ballhausen (1), K. Geisweid (1), K. Hartmann (1), J. Hirschberger (1), M. Majzoub (2), B. Schulz (1) 26851 2016-11-10 16:49:30 Wirksamkeit von Melittin bei der Behandlung von Katzen mit feliner Immunschwächevirusinfektion http://tpk.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=26777 Gegenstand und Ziel: Melittin, Hauptbestandteil des Bienengifts, hemmt in vitro die Replikation des humanen Immunschwächevirus. Es ist in vivo nicht toxisch für Katzen. Ziel der Studie war die Untersuchung der Wirksamkeit von Melittin bei Katzen mit natürlicher Infektion mit dem felinen Immunschwächevirus (FIV). Material und Methoden: In einer prospektiven, randomisierten Doppelblindstudie wurden 20 Katzen mit Melittin (500 µg/kg, 10 Katzen) oder Plazebo (phosphatgepufferte Kochsalzlösung, 10 Katzen) zweimal pro Woche subkutan über 6 Wochen behandelt. Der Therapieerfolg wurde anhand des Karnofsky-Indexes für das Allgemeinbefinden, der Ausprägung der Symptome von Konjunktivitis und Stomatitis sowie durch die Bestimmung von labordiagnostischen (Hämatologie, Serumchemie), immunologischen (Lymphozytensubpopulationen, CD4/CD8-Ratio) und Surrogatparametern (Biopterin, 7-Xanthopterin) beurteilt. Ergebnisse: Melittin führte zu einer Verbesserung des Allgemeinbefindens und zu einer Abnahme der klinischen Symptome von Stomatitis und Konjunktivitis. Eine statistisch signifikante Verbesserung der Konjunktivitis ergab sich jedoch nur bei hauptsächlich mit Melittin behandelten Katzen im Vergleich zu Katzen der Plazebogruppe. Dies war vermutlich auf die verschiedenen Scores am Anfang der Studie zurückzuführen. Es wurde kein Anstieg der CD4+-Lymphozyten-Konzentration, des CD4/CD8-Verhältnisses und der Pterinkonzentrationen beobachtet. Melittin war gut verträglich und hatte keine Nebenwirkungen. Schlussfolgerung und klinische Relevanz: Mit dieser Studie ließ sich keine Wirksamkeit von Melittin nachweisen. In zukünftigen Studien könnte das Medikament aber in einer höheren Dosierung oder über einen längeren Behandlungszeitraum als in der vorliegenden Studie untersucht werden. Auch eine Kombination mit klassischen antiretroviralen Medikamenten wäre denkbar, da für andere Naturprodukte positive synergistische Wirkungen gezeigt wurden.... A. D. Hartmann (1), N. Wilhelm (1), V. Erfle (2), K. Hartmann (1) 26777 2016-11-03 10:15:45 Multiple thorakolumbale partielle laterale Korpektomien bei 17 Hunden http://tpk.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=26739 Gegenstand und Ziel: Beschreibung der Durchführbarkeit und des Endresultats multipler thorakolumbaler partieller lateraler Korpektomien (TLPLCs) bei Hunden mit vorwiegend ventralen thorakolumbalen Bandscheibenvorfällen. Hintergrund war die in der aktuellen Fachliteratur geäußerte Befürchtung, dieser chirurgische Eingriff zur Dekompression könne eine erhebliche Instabilität der Wirbelsäule zur Folge haben. Material und Methoden: Retrospektive Auswertung der Daten von Hunden mit Bandscheibenvorfällen Hansen Typ I und II, die mit multiplen TLPLCs versorgt wurden. Die präoperative Rückenmarkskompression und die postoperative Dekompression sowie die Morphometrie der Korpektomien wurden anhand von computertomographischen Myelographien ausgewertet. Das neurologische Ergebnis wurde mithilfe wiederholter neurologischer Untersuchungen unter Anwendung eines modifizierten Frankel-Scores und einer Besitzerbefragung beurteilt. Ergebnisse: Siebzehn Hunde mit einer mittleren Körpermasse von 20,3 kg (Spanne: 4,0–49,0 kg) gingen in die Studie ein. Bei 14 Hunden erfolgten zwei TLPLCs, bei zwei Hunden drei und bei einem Hund vier. Die Auswertung der Korpektomiemorphometrie ergab folgende Mittelwerte: Tiefe: 63%, Höhe: 29%, Länge: 25% des Wirbelkörpers. Zwischen zwei benachbarten Korpektomieöffnungen verblieben im Mittel 55% der Wirbelkörperlänge. Bei der Kontrolle 4 Wochen post operationem hatten 6/17 Hunden (35,3%) den gleichen Frankel-Score wie vor der Operation, während 11/17 (64,7%) einen neurologisch verbesserten Score aufwiesen. Nach Angaben der Besitzer zeigten 78,5% der Hunde innerhalb 6 Monaten einen unauffälligen Gang. Die mittlere Überlebenszeit von 16 nachverfolgbaren Hunden betrug 951 Tage. Schlussfolgerung und klinische Relevanz: Multiple thorakolumbale Bandscheibenvorfälle können durch mehrere TLPLCs, sogar an unmittelbar benachbarten Bandscheiben, dekomprimiert werden, ohne dass bei den meisten Hunden mit einer klinisch signifikanten Instabilität der Wirbelsäule zu rechnen ist.... T. Flegel (1), M. Münch (1), K. Held (1), F. Salger (2), L. Ziegler (3), P. Böttcher (1) 26739 2016-10-25 09:58:10 Neuronale Zeroidlipofuszinose bei einem adulten American Staffordshire Terrier http://tpk.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=26738 Der Fall eines weiblichen, 5 Jahre alten American Staffordshire Terriers mit hochgradigen progressiven neurologischen Ausfallserscheinungen, insbesondere in Form von Ataxie und Balanceproblemen, wurde pathomorphologisch aufgearbeitet und genetisch untersucht. In Neuronen unterschiedlicher Lokalisationen des Zentralnervensystems zeigte sich eine Akkumulation von feingranulärem, schwach eosinophilem oder hellbräunlichem Material im Zytoplasma. Zusätzlich bestanden eine hochgradige Degeneration und ein Verlust von Purkinje- und inneren Körnerzellen des Kleinhirns. Das akkumulierte PAS-positive, argyrophile, autofluoreszierende Material wies elektronenmikroskopisch eine lamelläre Struktur auf und wurde als Lipofuszin interpretiert. Eine genetische Analyse bestätigte das Vorliegen einer Variante im ARSG-Gen, das für das lysosomale Enzym Arylsulfatase G kodiert. Der Fallbericht beschreibt eine neuronale Zeroidlipofuszinose bei einem adulten Hund, die Ähnlichkeiten mit der Kufs-Krankheit des Menschen aufweist.... A. Nolte (1), A. Bello (1), M. Drögemüller (2), T. Leeb (2), E. Brockhaus (3), W. Baumgärtner (1), P. Wohlsein (1) 26738 2016-10-25 09:56:31 Nachweis von Nidoviren bei lebenden Pythons und Boas http://tpk.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=26682 Gegenstand: Nidoviren wurden vor kurzem als mögliche Ursache schwerer respiratorischer Erkrankungen bei Pythons in den USA und Europa nachgewiesen. Ziel dieser Studie war, eine konventionelle PCR für den Nachweis von Nidoviren aus Proben lebender Tiere zu etablieren und die Liste der für diese Viren empfänglichen Spezies zu erweitern. Material und Methoden: Eingesetzt wurde eine PCR, die einen Teil des ORF1a der Python-Nidoviren nachweist, um Nidoviren in diagnostischen Proben von lebenden Boas und Pythons zu detektieren. Getestet wurden vor allem Rachenabstriche und Blut von 95 Pythons, 84 Boas und 22 Schlangen unbekannter Spezies. Ergebnisse: Nidoviren ließen sich bei 27,4% der Pythons und bei 2,4% der Boas nachweisen. Am häufigsten wurden sie bei Königspythons (Python [P.] regius) und Tigerpythons (P. molurus) gefunden, daneben aber auch bei anderen Pythonspezies inklusive Morelia spp. und bei Abgottschlangen (Boa constrictor). Rachenabstriche waren am häufigsten positiv. Schlussfolgerung: Die hier beschriebene PCR kann zum Nachweis von Nidoviren in Rachenabstrichen lebender Schlangen eingesetzt werden. Diese Viren scheinen bei in Gefangenschaft gehaltenen Schlangen in Europa relativ häufig vorzukommen und ihr Nachweis sollte bei klinischen Untersuchungen in Erwägung gezogen werden. Klinische Relevanz: Nidoviren gelten als bedeutende Ursache respiratorischer Erkrankungen bei Pythons, können aber auch Boas infizieren. Der jetzt mögliche Nachweis dieser Viren am lebenden Tier kann bei erkrankten Schlangen, aber auch während einer Quarantäne klinisch relevant sein.... R. E. Marschang (1), E. Kolesnik (1) 26682 2016-10-13 14:27:41 Radiographische Lokalisation der Ansatz- und Ursprungspunkte des medialen glenohumeralen Bandes beim... http://tpk.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=26681 Ziel: Bestimmung der Ursprungs-/Insertionspunkte des medialen glenohumeralen Bandes (MGHB) an der Skapula und dem Humerus des Hundes als röntgenologische Zielpunkte zur Bandrekonstruktion. Material und Methoden: Zur Untersuchung dienten Vordergliedmaßen (n = 20) der Kadaver von 10 orthopädisch gesunden Hunden (> 20 kg Körpermasse). Als radiologische Marker wurden 1 mm große Stahlkugeln in die visuell erfassten Zentren der Ansatz- und Ursprungspunkte des MGHB platziert. Nach röntgenologischer Darstellung eines jeden Schultergelenks im mediolateralen und kraniokaudalen Strahlengang wurden die Ansatz- und Ursprungspunkte mit folgenden Methoden ermittelt: 4x4-Gitterbox-Methode, prozentuale Lagebestimmung der Ursprungs-/Insertionspunkte in der Gitterbox bei mediolateralen Röntgenbildern, prozentuale Lagebestimmung anhand ausgewählter Knochenpunkte und Clock-face-Scale-Methode. Ergebnisse: Die relative Lage der Ursprungs-/Insertionspunkte des MGHB konnte anhand der Röntgenbilder des Schultergelenks bestimmt werden. So ließ sich nachweisen, dass die Lagebestimmung der Ursprungs-/Insertionspunkte des MGHB mit den beschriebenen Methoden möglich ist. Schlussfolgerung: Die Lokalisation der Ursprungs- und Ansatzpunkte des MGHB lässt sich anhand von Röntgenbildern der Schulter bei Hunden über 20 kg Körpergewicht bestimmen. Klinische Relevanz: Die ermittelten Daten können genutzt werden, um bei Hunden nach operativer Versorgung einer medialen Schultergelenkinstabilität mittels Bandrekonstruktion die zielgenaue und korrekte Platzierung der Knochenanker zu überprüfen.... C. Diekmann (1), P. Winkels (2), M. Fehr (1), N. von Freeden (1), O. Harms (1) 26681 2016-10-13 14:26:28 Fragen zum Artikel: L. Harder: „Bandscheibenveränderungen des Hundes in der bildgebenden Diagnostik“ http://tpk.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=26674 26674 2016-10-12 11:21:25 Ultraschallgesteuerte Nervenblockade des Nervus femoralis und ischiadicus im Vergleich zur... http://tpk.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=26633 Ziel: Vergleich von Epiduralanästhesie und ultraschallgesteuerter Nervenblockade bezüglich analgetischer Effektivität, klinischer Anwendbarkeit sowie Nebenwirkungen bei orthopädischen Eingriffen an der Hintergliedmaße des Hundes. Material und Methoden: In die prospektive, geblindete, randomisierte klinische Studie gingen 22 Hunde der ASA(American Society of Anesthesiologists)-Stufen I und II ein, bei denen ein orthopädischer Eingriff ab dem distalen Drittel des Femurs erfolgte. Den Hunden wurden randomisiert 0,5 mg/kg Bupivacainhydrochlorid (0,5%) und 0,1 mg/kg Morphinsulfat (1%) epidural (EPI) oder unter Ultraschallkontrolle perineural (LA) verabreicht. Intraoperativ wurden Herzfrequenz, Atemfrequenz, mittlerer arterieller Blutdruck (MAP), endexspiratorische Isoflurankonzentration und die Anzahl der zusätzlich benötigten Fentanyl-Boli (5 µg/kg i. v.) als Rescue-Analgesie protokolliert. Präoperativ sowie postoperativ zu Stunde 2, 4, 6, 12 und 24 nach Extubation wurde der Schmerzgrad mittels der Kurzform des Glasgow Composite Measure Pain Scale (GCMPS) bestimmt. Bei einem GCMPS > 6 erhielten die Hunde Methadon (0,2 mg/kg i. v.) als Rescue-Analgesie. Zur statistischen Auswertung dienten Chi-Quadrat-Test, Fisher-Test, Wilcoxon-Test sowie ein- und zweifaktorielle ANOVA mit Signifikanz bei p ... M. Arnholz (1), S. Hungerbühler (2), C. Weil (1), A. F. Schütter (1), K. Rohn (3), J. Tünsmeyer (1), S. B. R. Kästner (1) 26633 2016-09-27 14:54:47 Bandscheibenveränderungen des Hundes in der bildgebenden Diagnostik http://tpk.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=26617 Degenerative Bandscheibenveränderungen führen häufig zum Bandscheibenvorfall. Eine bildgebende Untersuchung ist zur Diagnosestellung unerlässlich. Als bildgebende Modalitäten kommen das Röntgen, die Computertomographie und die Magnetresonanztomographie infrage. Der Artikel liefert zunächst einen Überblick über die Physiologie und Pathologie der kaninen Bandscheibe auf makroskopischer und biochemischer Ebene. Anschließend werden physikalische Grundlagen sowie die Darstellung der Bandscheibendegeneration und des Bandscheibenvorfalls bei den verschiedenen bildgebenden Verfahren beschrieben. L. K. Harder (1) 26617 2016-09-22 17:13:37 Oligodendrogliom mit neuronaler Differenzierung bei einem 8 Monate alten Afrikanischen Weißbauchigel... http://tpk.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=26540 Ein 8 Monate alter, männlicher Afrikanischer Weißbauchigel zeigte klinisch einen schwankenden Gang, Anurie, Inappetenz und Apathie, woraufhin die Verdachtsdiagnose Wobbly Hedgehog Syndrome gestellt wurde. Nach Exazerbation wurde der Igel euthanasiert. Der histologisch im Großhirn nachgewiesene Tumor bestand überwiegend aus mittelgroßen, ovoiden Zellen und einer in geringerer Zahl vorhandenen spindelzelligen Zellpopulation. Im Tumor fanden sich Neuropil-Inseln und extrazelluläres myxoides Material. Immunhistochemisch exprimierten die Tumorzellen sowohl oligodendrogliale (neuritic outgrowth inhibitor, Nogo-A; oligodendrocyte transcription factor, Olig-2) als auch neuronale (neuronenspezifische Enolase, NSE; microtubule-associated protein-2a, MAP-2a; Synaptophysin) Zellmarker. Anhand der Befunde wurde die Diagnose eines Oligodendroglioms mit neuronaler Differenzierung gestellt, wobei es sich um einen bei Weißbauchigeln bisher nicht beschriebenen Hirntumor handelt. Die bei der Obduktion festgestellte hochgradige Füllung und Dilatation der Harnblase wurde vermutlich durch eine tumorbedingte zentrale Blockade des Blasenentleerungszentrums hervorgerufen. Auch bei jungen Igeln sollte im Fall neurologischer Symptome an einen primären Gehirntumor gedacht werden. Differenzialdiagnostisch sind entzündlich-infektiöse (Tollwut, Herpes, Baylisaskariose), degenerative (Kardiomyopathie, Bandscheibenerkrankung), traumatische, alimentäre (Vitamin-B-Mangel) und metabolisch-toxische (Hitze-Kälte-Starre, hepatische Enzephalopathie) Noxen auszuschließen.... I. Völker (1), I. Schwarze (2), T. E. Brezina (3), S. Köstlinger (3), M. Hewicker-Trautwein (1) 26540 2016-09-06 13:05:31 Fehlversorgungen in „BARF“-Futterplänen für einen Wurf Berner-Sennenhund-Welpen http://tpk.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=26539 Anamnese: Die Züchterin eines Wurfs Berner-Sennenhund-Welpen wünschte eine Überprüfung der von ihr erstellten BARF(Biologisch-artgerechte Rohfütterung)-Futterpläne für die verschiedenen Wachstumsphasen. Die Anamnese ergab, dass die Welpen zum Zeitpunkt der Anfrage für ihr Alter (6 Wochen) und ihr erwartetes Endgewicht untergewichtig waren. Die Mutterhündin gab fast keine Milch mehr. Rationsüberprüfung: Bei der Überprüfung der Futterpläne für die verschiedenen Wachstumsphasen wurden neben einer Unterversorgung mit Energie und zeitweise auch Protein insbesondere erhebliche Fehlversorgungen mit Kalzium und Phosphor festgestellt. Kalium, Natrium, Kupfer, Zink, Mangan, Jod sowie verschiedene Vitamine waren phasenweise oder über den gesamten durch die Futterpläne abgedeckten Zeitraum unzureichend in der Ration enthalten. Klinische Relevanz: Derartige Fehlversorgungen können bei Welpen, insbesondere solchen großwüchsiger Rassen, zu erheblichen Störungen des Wachstums und der Entwicklung führen. Daher erscheint eine sorgfältige Überprüfung selbst zusammengestellter Rationen (zur rohen oder gekochten Fütterung) durch spezialisierte Tierärzte, dringend geboten, um irreversible Schäden und dauerhafte Folgeerscheinungen für die Hunde zu vermeiden.... J. K. Mack (1), E. Kienzle (1) 26539 2016-09-06 13:04:26