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Klinische Symptomatik, diagnostische Vorgehensweise und Therapie beim so genannten Ovarrest-Syndrom der Hündin

Zeitschrift: Tierärztliche Praxis Kleintiere
ISSN: 1434-1239
Ausgabe: 2012: Heft 1 2012
Seiten: 35-42

Klinische Symptomatik, diagnostische Vorgehensweise und Therapie beim so genannten Ovarrest-Syndrom der Hündin

A.-R. Günzel-Apel (1, 2), J. Buschhaus (1, 2), C. Urhausen (1, 2), C. Masal (1, 2), K. Wolf (1, 2), A. Meyer-Lindenberg (1), M. Piechotta (3), M. Beyerbach (4), H.-A. Schoon (5)

(1) Klinik für Kleintiere der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover; (2) Reproduktionsmedizinische Einheit der Kliniken der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover; (3) Klinik für Rinder der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover; (4) Institut für Biometrie, Epidemiologie und Informationsverarbeitung der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover; (5) Institut für Veterinär-Pathologie der Universität Leipzig

Stichworte

Kastration, Ovariohysterektomie, Ovarrestgewebe, Läufigkeit, Vaginalzytologie, Hormontests

Zusammenfassung

Das so genannte Ovarrest-Syndrom entsteht als Folge einer unvollständigen Ovarektomie oder Ovariohysterektomie. Das gewöhnlich versehentlich in der Hündin verbliebene Ovargewebe kann nach wenigen Wochen bis zu mehreren Jahren aktiv werden und eine variable Symptomatik hervorrufen. In der Mehrzahl der Fälle werden die betroffenen Hündinnen wieder läufig, doch können auch Merkmale einer Scheinträchtigkeit beobachtet werden. Weniger häufig werden Hündinnen mit unklaren klinischen Symptomen vorgestellt, bei denen es gilt, einen endokrin inaktiven Ovarrest nachzuweisen. Die Ziele dieses Artikels bestehen darin, die Verursachung des Ovarrest-Syndroms in einen sachlichen, der tierärztlichen Verantwortung angemessenen Zusammenhang zu stellen und die diagnostische Vorgehensweise in einer sinnvollen, der jeweiligen klinischen Symptomatik entsprechenden Reihenfolge aufzuzeigen. Dabei sind der klinisch-gynäkologischen Untersuchung unter Einbeziehung der Vaginalzytologie absolute Priorität einzuräumen, gegebenenfalls ergänzt durch die Progesteronanalyse im peripheren Blutplasma oder -serum. Mit dieser kombinierten Befunderhebung können endokrin aktive Ovarreste (in der Follikel- und Lutealphase sowie mit zystischer oder tumoröser Entartung) auf einfache Weise direkt und zweifelsfrei nachgewiesen werden. Die Durchführung eines GnRH-Stimulationstests ist nur bei Tieren sinnvoll, deren klinische Symptomatik keine klare Diagnose erlaubt. In diesem Zusammenhang wird auch die Anwendung semiquantitativer LH-Assays diskutiert.

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