![]() |
|
R. S. Mueller (1)
(1) Medizinische Kleintierklinik, Zentrum für klinische Tiermedizin, Ludwig-Maximilians-Universität München
Dieser Artikel gibt nach einer kurzen Übersicht über Pathogenese, klinische Symptomatik und Diagnose der Demodikose des Hundes eine Zusammenfassung der Behandlungsmöglichkeiten basierend auf publizierten Wirksamkeitsstudien. Die Krankheit beruht auf einer exzessiven Proliferation von Demodex-Milben in den Haarfollikeln, die durch genetische Faktoren, immunsuppressive Krankheiten oder Therapien hervorgerufen sein kann. Das klinische Bild manifestiert sich in Form von Alopezie, Papeln, Pusteln und Krusten. Die Diagnose erfolgt durch den Nachweis mehrerer Milben in tiefen Hautgeschabseln oder Trichogrammen. Veröffentlichten Studien zufolge sind wöchentliche Spülungen mit Amitraz in einer Konzentration von 0,05% und (bei gering- bis mittelgradig ausgeprägter Symptomatik) eine wöchentliche Spot-on-Behandlung mit Moxidectin zugelassene und in vielen Fällen wirksame Therapien. Bei schweren, behandlungsresistenten Fällen können als orale Medikation makrozyklische Laktone wie Milbemycinoxim (1–2mg/kg KM täglich), Ivermectin oder Moxidectin (0,3mg/kg KM täglich nach täglicher gradueller Dosiserhöhung ) Anwendung finden. Auch eine wöchentliche Applikation von Doramectin in einer Dosis von 0,6mg/kg KM subkutan oder oral erwies sich in Studien als erfolgreich. Die Behandlung der in der Regel vorhandenen bakteriellen Sekundärinfektion sollte mit antibakteriellen Shampoos und gegebenenfalls oral verabreichten Antibiotika erfolgen.
Behandlung, Hund, Moxidectin, Ivermectin, Amitraz, Milben, Demodex, Milbemycin, Doramectin
| 1. | ||
D. Meyer, R. S. Mueller Tierärztliche Praxis Kleintiere 2008 36 2: 91-98 | ||
| 2. | ||
J. Linek1, B. Spiess2, C. Dallmeyer3, J. Geyer4 Tierärztliche Praxis Kleintiere 2007 35 1: 272-276 | ||
| 3. | ||
H. Hauner Adipositas 2008 2 2: 59-66 | ||